Schulpolitik nach dem "Wie auch immer" Prinzip

    Unsere großartige Bundesbildungsministerin hat das Kernprinzip unserer bundesweiten Bildungspolitik auf einen guten Nenner gebracht.

    Nach den Ferien muss überall ein strukturierter Unterricht angeboten werden - und zwar so, dass möglichst ein volles Schulprogramm gewährleistet ist. Wie auch immer.

    Eine Bundesministerin die offensichtlich den Bezug zur Realität verloren hat äußert eine Erwartungshaltung für die seit Jahren die notwendigen Grundlagen verweigert werden.

    Ich bin wirklich sehr unzufrieden was manchen Schulleitungen so leisten. Aber damit muss man rechnen wenn man strategische Themen wie E Learning und Digitalisierung den Amateuren in den einzelnen Schulen und Kommunen überlässt.

    Aber zu glauben man könne mal eben in 2 Monaten die Fläche der Klassen deutschlandweit durch Vereinsheime und Container zu verdoppeln ist im besten Fall naiv, auf jeden Fall ein Zeichen für die Amtsuntauglichkeit.

    Eigentlich könnte es ja egal was “die da oben” so faselt. Aber das dies zu einer Demotivierung der eh überforderten Lehrerinnen und Lehrer führt dürft klar sein. Und das kann einem mit Blick auf die Schüler nicht mehr egal sein.

    31.5.20
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    Wann endlich arbeiten wir an den Covid19 Massentests?

    Ich bin ja schon länger der Meinung das wir wieder wertvolle Zeit bei der Bekämpfung der Pandemie verschwenden.

    Alle warten auf die Wunderwaffe der Tracing App und auf die Impstoffe wie die kleinen Kinder auf den Osterhasen. Die App ist aus meiner Sicht eine Totgeburt und bei den Impstoffen werden wir uns auch darauf einstellen müssen das wir Jahre brauchen werden bis wir unterschiedliche Impfstoffe für unterschiedliche Anforderungen haben werden. Bei einigen Impstoffen werden wir mit Sicherheit auch feststellen das sie nur für einen begrenzten Zeitraum wirken. Von Mutationen des Virus rede ich da noch gar nicht.

    Was ich schon früher vermutet habe wird durch Berliner Genforscher bestätigt:

    Wir haben bereits jetzt die Werkzeuge in der Hand, um diese unerträgliche Situation zu beenden. […] Wir schicken jedem Menschen in Deutschland etwa fünf Proberöhrchen. Jede Woche öffnet man eins, transferiert eine bestimmte Menge Speichel hinein und schickt es an eine zentrale Sammelstelle.“ In regionalen Analysezentren würden die Proben verarbeitet und sequenziert, sagt Lehrach. „Aus dem Resultat können wir herauslesen, wer im Moment das Virus hat und wer nicht.“ Die Betroffenen müssten in Quarantäne, bis sie nicht mehr ansteckend seien.

    Es fehlen “nur noch” ein paar Geräte und eine stärkere Automatisierung der Test. Aber das ist ja wohl nichts was einen Industriestandort wie Deutschland vor Probleme stellen sollte. Das ist eine Arbeit die getan werden muss und natürlich auch Geld kostet. Aber mit Sicherheit nicht die finanziellen Dimensionen die aktuelle in Hilfsprogramme gestellt werden.

    Regelmässiges Testen von uns allen wird zu der neuen Normalität gehören. Darauf müssen wir uns einstellen und vorbereiten.

    Lasst uns endlich anfangen. Herr Spahn da könnten Sie wirklich mal etwas großes leisten.

    Covid Virus
    30.5.20
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    Covid19 im Senegal

    Warum hört man eigentlich so wenig gutes aus Afrika und den Reaktionen der Länder dort? Dieser Artikel stellt 2 Beispiele dar von dem Ich die Informationen aus dem Senegal schon für bemerkenswert halte

    Senegal is in a good position because its Covid-19 response planning began in earnest in January, as soon as the first international alert on the virus went out. The government closed the borders, initiated a comprehensive plan of contact tracing and, because it is a nation of multiple-occupation households, offered a bed for every single coronavirus patient in either a hospital or a community health facility. As a result, this nation of 16 million people has had only 30 deaths. Each death has been acknowledged individually by the government, and condolences paid to the family. You can afford to see each death as a person when the numbers are at this level.

    Richtig interessant ist der dortige Ansatz für Tests

    Trials to develop a $1 covid-19 testing kit that produces results in less than 10 minutes are under way in Senegal. If it works, the test could be a vital tool in sub-Saharan Africa.

    Es bleibt zu hoffen das diese Tests wirklich funktionieren. Den Triumph würde ich denen wirklich können.

    25.5.20
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    Messaging in der Matrix

    Hier läuft jetzt ein eigener matrix.org Messaging Server auf der Domaine Caserio.de. Ich könnte mir vorstellen das dieses Konzept eines dezentralen Instant Messaging Servers zukunftsfähig ist. Die Installation ist etwas kniffelig. Das gilt auch für das Herstellen einer vertrauenswürdigen “Beziehung” zwischen zwei Teilnehmern. Das geht aktuell nicht mit den mobilen Clients. Vielleicht kommt auf meinem Server auch demnächst noch die Integration des vorhandenen Jitsi Servers dazu.

    Instant Messaging mit Matrix.org
    23.5.20
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    Covid19 Contact Tracing App: born to fail

    Inzwischen bin ich mir recht sicher und wage daher die Vorhersage

    Die Covid19 Contact Tracing Apps oder Corona Apps sind Geldverschwendung

    Warum? Zum einen glaube ich die Idee einfach nicht funktioniert. Die App bringt keine Sicherheit: Nur weil der Status “grün” ist heißt das nicht das ich nicht infiziert bin. Wenn der Status “rot” ist bedeutet das gar nichts. Es läuft darauf hinaus das ich mich regelmäßig testen muss. Das kann man aber auch ohne Apps.

    Die Erfahrungen aus Ländern mit relativ hoher Verbreitung der Apps scheinen diese Vermutung zu bestätigen

    Singapur und Island zegein : Die App wird kaum genutzt und bringt nur marginale Vorteile.

    “If you ask me whether any Bluetooth contact tracing system deployed or under development, anywhere in the world, is ready to replace manual contact tracing, I will say without qualification that the answer is, no,”

    In Israel wurde ein Frau gezwungen sich zu isolieren weil sie sich angeblich infiziert hat.

    Und das sind noch nicht einmal Länder bei denen der Datenschutz und die Privatsphäre eine ähnlich große Rolle wie in Deutschland spielt.

    Bruce Schneier beschreibt es recht schön

    It has nothing to do with privacy concerns. The idea that contact tracing can be done with an app, and not human health professionals, is just plain dumb.

    22.5.20
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    Das Trauerspiel nPA goes virtual

    Seit vielen Jahren gibt es jetzt den neuen Personalausweis mit den tollen digitalen Funktionen.

    Schon von Anfang an war klar das diese tollen digitalen Funktionen aufgrund der fehlenden Unterstützung von mobilen Geräten kaum erfolgreich sein würden. Des überrascht es auch kaum jemanden das die Nutzung des Chips noch unter 10 Prozent liegt.

    Aber das hält eine deutsche Bundesregierung natürlich nicht davon ab hier weiter Geld zu verbrennen. Wir bauen jetzt eine virtuelle Version

    Nun will der Bund das Dokument ins Handy verfrachten und damit die Nutzung vereinfachen.

    Und dabei sind die ersten Einschränkungen schon heute bekannt. Aufgrund der Architektur kann man damit noch weniger machen als mit der Kombination aus Ausweis und Lesegerät.

    Gedacht ist die neue Lösung deshalb nur für das untere und das mittlere von drei „Vertrauensniveaus“, die in der europäischen eIDAS-Verordnung definiert sind. Die klassische eID-Funktion mit physischem E-Perso erfüllt hingegen auch das höchste Niveau. In der Praxis bedeutet das, dass die Smartphone-Variante zum Beispiel für einen Online-Antrag auf Bafög nicht ausreichen dürfte.

    Aha, vom dem fragwürdig geringen Möglichkeiten kann ich das also für noch weniger Anwendungsfälle nutzen.

    Hört sich nach einer echten Killerapplikation an. Darauf hat die Welt gewartet.

    21.5.20
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    Signal for Help in Videocalls

    Ich kann nicht beurteilen wie die realen Gefahren für Frauen in Zeiten von Covid19 im Bereich der häuslichen Gewalt wirklich sind. Ich würde aber annehmen das sie höher als in normalen Zeiten sind.

    Diese Initiative erscheint mir auf jeden Fall als sinnvoll

    Isolation can increase the risk of violence at home. If this is the case for you, use this covert signal in a video call to show you need help.

    Diese Handbewegung also nicht einfach so zeigen und falls Ihr so ein Zeichen einmal sehen solltet…

    Signal for Helpt
    17.5.20
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    Wann endlich wird ernsthaft an den Covid19 Tests gearbeitet?

    Vor über 2 Monaten konnte man zum ersten Mal sehen wie in einem anderen Land professionell große Mengen von Bürgern auf den damals neuartigen Corona Virus getestet wurden. Man konnte auch noch einige Zeit Verständnis dafür haben das es bei uns hier noch etwas holperig zuging.

    Aber langsam schwindet mein Verständnis. Zum einen werden die vorhandenen Testkapazitäten nicht ausgenutzt

    Fast 965.000 Tests hätten die Labors in der vergangenen Woche analysieren können. Tatsächlich durchgeführt wurden aber nur gut 382.000 Proben; neuere Daten liegen nicht vor. Damit wurde die Kapazität nicht einmal zu 40 Prozent genutzt.

    Und zum anderen werden noch nicht einmal die Personen systematisch getestet die Kontakt zu einem Infizierten hatten und von den Gesundheitsämtern gefunden worden sind

    Bundesweit hatten von den 178 Landkreisen, die sich an der Umfrage beteiligten, nur 21 geantwortet, dass sie auch enge Kontaktpersonen ohne Symptome testen lassen.

    Offensichtlich gibt es keine Strategie die Testvorgaben an den aktuellen Bedarf und die Möglichkeiten anzupassen. Wir müssen aber davon ausgehen das uns dieser Virus noch mehr als 2 Jahre von einem Leben “Pre Covid19” abhalten wird. z.B. hier

    Whichever scenario the pandemic follows (assuming at least some level of ongoing mitigation measures), we must be prepared for at least another 18 to 24 months of significant COVID-19 activity, with hot spots popping up periodically in diverse geographic areas

    Selbst wenn die “Wunderwaffe” der Covid App funktioniert müssen danach Tausende von Tests täglich durchgeführt werden. Wann fangen wir endlich an hierfür die Rahmbedingungen und die Infrastrukturen aufzubauen?

    Es ist ja toll zu hören das an einer Verordnung für Reihentests gearbeitet wird

    Die Einzelheiten, beispielsweise wann solche Reihentests durchgeführt werden sollen, wird eine Verordnung festlegen, an der das Ministerium bereits arbeitet. Sie soll möglichst zeitnah zum Inkrafttreten des Gesetzes vorliegen.

    Wir brauchen eine Infrastruktur in der über die kommenden Jahre jeder Bürger wöchentlich getestet werden könnte. Warum müssen die Krankenkassen die Kosten der Tests übernehmen? Es handelt sich hier um eine Aufgabe des Staates zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und das muss aus Steuergeldern finanziert und umgesetzt werden.

    So etwas wie in Südkorea brauchen wir mehrfach in jedem Landkreis und das kann ja wohl kaum jeder Kreis für sich selber organisieren. Da braucht es eine landesweite Organisation.

    Und erzählt später nicht das hätte man nicht kommen sehen.

    Datenschutzhinweis - Dieser Link startet einen externen Abruf des Videos bei Youtube

    16.5.20
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    Gitea Repository aus FreeBSD Jail clonen

    Bei einem Gitea Server den ich nach dieser Beschreibung eingerichtet habe bin ich beim Versuch aus einem FreeNAS Jail ein Repo zu clonen auf diese Fehlermeldung gestoßen

    git clone https://git2blog:git2blog@gitea.yourdomain.net/blogs/gitea-test.git
    Klone nach 'gitea-test' ...
    fatal: konnte nicht auf 'https://gitea.yourdomain.net/blogs/gitea-test.git/' zugreifen: server certificate verification failed. CAfile: none CRLfile: none
    

    Anscheinend hat das Jail das Letsencrypt Certificate nicht. Es klappte besser wenn ich in der NGinx Konfiguration

    ssl_certificate     "/usr/local/etc/letsencrypt/live/git.yourdoamin.net/cert.pem";
    
    

    auf

    ssl_certificate     "/usr/local/etc/letsencrypt/live/git.yourdoamin.net/chain.pem";
    

    geändert habe

    14.5.20
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    axelvosst zur Covid19 Contact Tracing App

    Axel Voss ist rechtspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament und sollte sich wirklich besser auf seine rechtspolitischen Themen fokussieren. Von der praktischen Anwendungen von digitalen Technologien hat er nämlich nicht die geringste Ahnung. Anders kann man sich diesen geistigen Tiefflug nicht erklären:

    Wer einem Infizierten zu lange zu nah gekommen ist, wird gewarnt. […] Wer eine solche App hat, sollte auch zuerst wieder ins Restaurant, ins Kino, ins Theater und ins Freibad dürfen.

    Ich versuche es mal für KleinAxel zu erklären. “Ist ja schon gut gedacht aber:”

    • Ich möchte nicht gewarnt werden wenn ich hinter einer Plexiglasscheibe sitze und vor mir ein Infizierter stand oder ich eine FFP3 Maske getragen habe. Da können wir die Supermarktkassierer ja jetzt schon in Quarantäne schicken.
    • Wer erklärt der armen Oma die kein Handy hat das sie nicht in das Restaurant gehen darf?

    Mann, Mann was für ein technikgläubiger Bullshit.

    (Mit Dank an ellebil für die schöne Wortschöpfung “axelvosst”)

    Gitea

    Bild von Anita S. auf Pixabay

    8.5.20
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    Wachsende Zweifel an einer Covid19 Contact Tracing App

    Je länger ich mich mit Informationen rund um die “heilsbringende” Contact Tracing App beschäftige desto stärker wachsenden meine Zweifel ob die überhaupt sinnvoll zum fliegen kommen wird. Zum einen geht es für mich bisher um die Frage ob überhaupt eine Testing Infrastruktur aufgebaut werden kann die mit den positiven Meldungen umgehen kann und zum anderen ob überhaupt genug Bürger daran teilnehmen können. Ich kann nicht erkennen da wir die Tests richtig skaliert bekommen und ob alle Kinder und älteren Menschen ohne Smartphone so ein Gerät mit Applikation bekommen halte ich für extrem fragwürdig.

    In diesem sehr ausführlichen Beitrag werden noch weitere Aspekte angesprochen. Als einen bisher für mich nicht beachteten Problembereich finde ich den Umgang mit normalen und bewussten Falschmeldungen an.

    Wie gehen wir damit um, daß jeder Bürger eine Vielzahl von Meldungen über Kontakte mit infizierten bekommen wird ohne das bei ihm in einem hoffentlich durchführbaren Test ein positives Ergebnis kommen wird. Spätestens ab der zweiten sinnlosen Selbst-Quarantäne wird jeder die App deinstallieren.

    Dazu kommen berechtigte Zweifel

    • ob SAP und Telekom die richtigen Partner für eine Smartphone App sind
    • das die App auf alle Smartphones kommt
    • wirklich eine sinnvolle Beziehung zwischen einer Bluetooth LE Verbindung und Infektionswahrscheinlichkeit gezogen werden kann.

    Aktuell würde ich mich zu der Vorhersage hinreißen lassen: Das wird nichts. Am Ende müssen Menschen in den Gesundheitsämtern den Infektionsketten hinterher telefonieren.

    Aber ich lasse mich gerne überraschen und werde versuchen hier auf dem Stand der Diskussion zu bleiben

    7.5.20
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