Ups - fehlen da etwa doch Stromnetze um Windenergie effektiv zu nutzen?

Vor fast genau einem Jahr hatte ich gelesen das die Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien einen Ausbau der Netze für notwendig hält. Was für mich wiederum bedeutete das es wohl nicht reicht.

Jetzt meldet der Bundesverband Windenergie aus einer Studie:

Die Abschaltung von Windenergieanlagen aufgrund von Netzengpässen nimmt deutlich zu.

Im Jahr 2010 sind zwischen ca. 72 GWh und 150 GWh aufgrund lokaler Netzengpässe überwiegend in Nord- und Ostdeutschland verloren gegangen.

In den nächsten Jahren ist von einem weiteren Anstieg der Ausfallarbeit bei Windenergieanlagen auszugehen, insbesondere weil sowohl 2009 mit 86% als auch 2010 mit nur 74% vergleichsweise sehr schlechte Windjahre gewesen sind.

Das heißt doch: schon in schlechten Windjahren sind wir nicht in der Lage den Strom aus Windenergie in die Steckdose des Verbrauchers zu bekommen. Wieviel Energie müssen wir erst wegwerfen wenn der Wind mal richtig gut weht.

Vielleicht sollte man mal schleunigst beginnen diese Netzprobleme zu lösen. Die Deutsche Netzagentur Dena fordert unter anderem in Ihrer dena-Netzstudie II – Integration erneuerbarer Energien in die deutsche Stromversorgung im Zeitraum 2015-2020 mit Ausblick auf 2025

Ergreifung geeigneter Maßnahmen zur Erhöhung der öffentlichen Akzeptanz für den erforderlichen Netzausbau, die in enger Kooperation aller Beteiligten (politische Entscheidungsträger, Netzbetreiber, Einspeiser, Genehmigungsbehörden, Öffentlichkeit etc.) umgesetzt werden.

Von diesen Bemühungen sehe ich nicht so viel.

Oder was habe ich übersehen?

1.11.11 Weitere Beiträge zu: Energiepolitik

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