Beiträge zu “AnalogeSchulen”

Schulpolitik nach dem "Wie auch immer" Prinzip

Unsere großartige Bundesbildungsministerin hat das Kernprinzip unserer bundesweiten Bildungspolitik auf einen guten Nenner gebracht.

Nach den Ferien muss überall ein strukturierter Unterricht angeboten werden - und zwar so, dass möglichst ein volles Schulprogramm gewährleistet ist. Wie auch immer.

Eine Bundesministerin die offensichtlich den Bezug zur Realität verloren hat äußert eine Erwartungshaltung für die seit Jahren die notwendigen Grundlagen verweigert werden.

Ich bin wirklich sehr unzufrieden was manchen Schulleitungen so leisten. Aber damit muss man rechnen wenn man strategische Themen wie E Learning und Digitalisierung den Amateuren in den einzelnen Schulen und Kommunen überlässt.

Aber zu glauben man könne mal eben in 2 Monaten die Fläche der Klassen deutschlandweit durch Vereinsheime und Container zu verdoppeln ist im besten Fall naiv, auf jeden Fall ein Zeichen für die Amtsuntauglichkeit.

Eigentlich könnte es ja egal was “die da oben” so faselt. Aber das dies zu einer Demotivierung der eh überforderten Lehrerinnen und Lehrer führt dürft klar sein. Und das kann einem mit Blick auf die Schüler nicht mehr egal sein.

31.5.20
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Digitales Chaos an unserem Gymnasium

Vor 2 Wochen hat der Rektor an unserem Gymnasium sich zu seinen Plänen der Digitalisierung des Unterrichts geäußert. Sie lassen sich für mich so zusammenfassen:

  • es bleibt bei der Bereitstellung von Aufgaben deren Bearbeitung teilweise ohne Feedback der Lehrer zur Kenntnis genommen wird.
  • Videokonferenzen wird es auf absehbare Zeit wegen Geldmangel/Datenschutzbedenken nicht geben.
  • Kostenlose datenschutzkonforme Angebote werden noch nicht einmal geprüft.

So schade das für unsere Schüler ist könnte man das akzeptieren wenn es sich hierbei um eine formulierte und im Kollegium kommunizierte Vorgehensweise handelt. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Auch wenn Vorgehen einer engagierten Lehrkraft eigentlich zu begrüßen ist kann es ja wohl dann nicht angehen das auf einmal Feedbackgespräche auf Zoom gibt.

Das es auch anders gehen kann zeigen positive Beispiel wie zum Beispiel in Mannheim oder Baden-Würtenberg

Hier aber herrscht eine digitale Diaspora die nicht auf finanzielle oder technische Gründe zurückzuführen ist.

Die Historie zu diesem Thema kann hier nachgelesen werden.

Digitales Chaos am Meckenheimer Gymnasium
3.5.20
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Digitale Nachbarschaftshilfe wird auch noch ignoriert

Vor 4 Wochen habe ich einen Jitsi Meetserver aufgesetzt und diesen den Schulen in meinem Ort zu freien Verfügung per Mail bereitgestellt. Nach 2 Wochen kam von einem der Direktoren die Ablehnung der kostenlosen und datenschutzkonformen Lösung mit der Begründung:

Kein Bedarf, wir denken es reicht wenn wir Aufgaben zum Download bereitstellen. Audio und Videokommunikation zu oder zwischen den Schülern ist nicht notwendig.

Seit dem gab es keinerlei Rückfrage zu meinem Angebot.

Heute lese ich:

Zeitgleich wird ein Umstieg auf Moodle oder Office365 in Zusammenarbeit von Eltern und Lehrkräften eruiert. Der Haushalt der Stadt Meckenheim sieht derzeit jedoch keine finanziellen Mittel dafür vor! Zudem haben die Datenschutzbeauftragen Vorbehalte bei unterschiedlichen Anwendungen, im Besonderen bei Viodeosoftware. Daher ist hier eine eher langfristige Projektplanung anzunehmen.

Ich bin mir sicher das es momentan nicht leicht ist in dieser Lage zu agieren. Aber, es wird keine Lösung implementiert weil kein Geld da ist und Datenschutzbedenken existieren aber ein kostenloses Angebot ohne Datenschutzprobleme wird nicht geprüft.

Bei aller Liebe, mir fällt wirklich keine menschlich oder sachlich akzeptable Erklärung für so ein Verhalten ein.

Schade für all die Schüler und Lehrer denen hier eine gute Funktionalität bewusst vorenthalten wird. Wenn schon gespendete Lösungen ignoriert werden braucht man da auch kein Geld investieren.

19.4.20
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Digitale Nachbarschaftshilfe: Nicht erwünscht

Vor 2 Wochen habe ich einen Jitsi Meetserver aufgesetzt und diesen den Schulen in meinem Ort zu freien Verfügung per Mail bereitgestellt.

Wir haben hier 4 Grundschulen, eine Haupt- und eine Realschule und ein Gymnasium. Alle Schulen verfügen uber WLANs und ausreichende bis excellente Bandbreite.

Das Feedback ist nicht existent / ernüchternd.

Von den 7 Schulleitern hat nur EINER geantwortet, die anderen haben noch nicht mal die Zeit und guten Manieren für einen kurzen Zweizeiler gehabt.

Der eine Schulleiter hat auf Rückfrage geantwortet:

Kein Bedarf, wir denken es reicht wenn wir Aufgaben zum Download bereitstellen. Audio und Videokommunikation zu oder zwischen den Schülern ist nicht notwendig.

Wenn mich mir die Logfiles anschaue haben es die Schulleiter noch nicht mal an die Lehrer oder Eltern weitergeleitet.

Jeder mag sich selber seine Meinung bilden wie es um die Digitalisierung von einigen Schulen steht. Manieren haben diese Direktoren auf jeden Fall keine.

31.3.20
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Digitale Nachbarschaftshilfe: Ob das klappt?

Puh…

Na ob das mal gut geht.

Gestern habe ich einen Videokonferenzserver auf Basis Jitsi aufgesetzt

Gerade habe ich diesen per Mail an alle Schulen hier in meinem Ort zur Nutzung für Schüler/Eltern/Lehrer bis auf weiteres für die Corona Schulausszeit freigegeben.

Jitsi Meeting Server für Meckenheimer Schulen


16.3.20
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Dies ist ein privater Blog von Hagen Bauer- berufstätiger Vater, Ehemann, Naturliebhaber, Läufer, Zelter, technikverliebt.


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