Beiträge zu “Klimawandel”

Ein Asteroid fliegt auf die Erde zu ....

Aus einem Twitterthread von @SonstHarmlos übernommen.

Da ich diese Analogie auf die Situation beim Klimawandel so naheliegend finde:

10 km großer Asteroid fliegt auf die Erde zu. Es bleiben noch 7-8 Jahre für Gegenmaßnahmen.

Wir haben einige Stimmen aus der Politik gesammelt.

Es haben schon immer Himmelskörper auf der Erde eingeschlagen, ein völlig natürlicher Vorgang, alles Panikmache gerade!

10 km ist doch winzig im Vergleich zum Durchmesser der Erde, was soll da schon passieren? Es wird ein bißchen Staub aufgewirbelt.

Nach meiner Berechnung wird das Ding an der Erde vorbeifliegen, sie wird bloß von der Mainstream-Wissenschaft unterdrückt!

Das ist doch bloß Propaganda der linksgrünversifften Politiker und der Raumfahrtindustrie, dass der abgewehrt werden muss!

Warum sollen WIR für die Abwehrmaßnahmen ZAHLEN, der schlägt doch eh nicht in DEUTSCHLAND ein!!

„Ich habe herausgefunden, dass der nur 10 Meter groß ist, die Astronomie ist politisiert und verhindert, dass die Wahrheit ans Licht kommt!

In Russland vor ein paar Jahren gab es das schon mal, da sind nur ein paar Fensterscheiben zerbrochen! Früher hat niemand so ein Theater gemacht

So ein Asteroideneinschlag ist sogar gut, wir bekommen großen Mengen wertvoller Rohstoffe!

Gott will, dass der auf der Erde einschlägt, es ist größenwahnsinnig und anmaßend von uns Menschen, den ablenken zu wollen!

Das eigentliche Problem ist die Überbevölkerung, wenn die Menschen weiter auseinander wohnen würden, wäre so ein Einschlag gar kein Problem.

Wir in Bayern gehen einfach auf einen Berg und bewundern die Sternschnuppen, anders als dieses Astro-Panik-Gschwerl in Berlin.

Diese grünen Großstadtwohlstandskinder reden von Asteroidenabwehr, aber @Luisamneubauer hat vor fünf Jahren heimlich ‚Deep Impact‘ geguckt. Heuchler!

Diese Astro-Spinner haben für den Raketenstartplatz meine Möhren kaputtgemacht!!

15.7.19
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Moderate Änderungen werden nicht reichen

Ein Historiker betrachtet die “Änderungsbereitschaft” der amerikanischen Gesellschaft und kommt zu der These das moderate Änderungen aktuell nicht ausreichen.

Auch wenn ich der Auffassung bin das die genannten Beispiele nicht auf Deutschland übertragbar sind glaube ich das die Kernaussage auch für uns gilt.

Änderungen ohne das wir einen teilweise schmerzhaften Wandel unserer Gewohnheiten bekommen werden nicht reichen.

Hier das Video

12.7.19
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Ein Wunder: Eisbären müssen doch nicht aussterben

201003-eisbar.jpgIst das nicht putzig. Anfang des Jahres schien das Schicksal der Eisbären besiegt. Unter anderem hier

20.000 bis 25.000 Eisbären leben noch in der Arktis.

wie ich bereits hier geschrieben habe waren es in den letzten 50 Jahren nie mehr. Ganz im Gegenteil der Eisbär erhohlt sich Die Formulierung "leben noch" legt dem Leser natürlich nahe das es eine rückläufige Zahl ist. Eine Aussage wie:

Eine stabile Population von 20.000 bis 25.000 Eisbären lebt in der Arktis.

wäre ja auch keine Nachricht.  Und was muss/kann man jetzt lesen

Es gibt Hoffnung für Eisbären und Robben: Schließlich soll es selbst am Ende des 21. Jahrhunderts während der arktischen Sommer noch Meereis geben

Na wenn das kein Wunder ist. Mal sehen wie lange es dauert bis wieder ein neuer Eisbär durchs Dorf gejagt wird.

(Foto by travlinman43 / CC BY-SA 2.0)

17.12.10
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Nachtspeicherheizungen und Elektroautos: Beide sind gleich gut fürs Klima

Also irgendwie verstehe ich manchmal die Welt nicht. Warum werden Elektroautos so angepriesen? Nur weil die Abgase nicht aus dem Auto kommen? Weil man es nicht riechen kann? Fragt sich eigentlich jemand wo denn der Strom entsteht?

Ein Hauptargument gegen Nachtspeicherheizungen ist doch immer (z.B. hier

Nachtspeicheröfen sind klimaunfreundlich. Im Vergleich mit allen anderen Heizungsformen sind sie mit Abstand am ineffizentesten, da bei der Stromproduktion nur ein geringer Wirkungsgrad erreicht wird.

201008-im-kreis-laufen.jpgDamit meint man unter anderem: Es wird bei der Produktion von Strom zu viel Energie als Wärme in die Luft geblasen und relativ wenig kommt als Strom raus. Da ist es besser die Wärme mit Brennern "vor Ort" (im Haus) zu produzieren. Warum soll dieser Verlust bei Autos anders sein?

Das würde sich erst ändern wenn wir den ganzen  Strom für die Autos aus erneuerbaren Energien bekämen. Nur - wir scheinen doch momentan schon genug Probleme haben den momentanen Strombedarf mit alternativen Energien zu bestreiten. Wo bitte soll den der zusätzliche Strom herkommen?

Die Bundesregierung will bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße bringen. In der aktuellen Diskussion über die Abschaltung von Kernkraftwerken bezeichnet unser Umweltminister 2030 als konservativen Ansatz um die Atomkraftwerke durch erneuerbare Energeien abzulösen (unter anderem hier).  Dann bleiber noch immer 60 Prozent der Stromerzeugung mit Erdgas und Kohle. Sollen wir unsere Autos mit Strom aus Kohle antreiben?  Und was ist mit Ländern wie China oder Indien? Die scheinen doch Ihre Stromproduktion auch noch nicht komplett auf Sonnenenergie umgestellt zu haben und die Masse des Stroms doch noch aus Kohle zu produzieren?

Wäre es nicht besser die Motoren zu optimieren? Sollte es einen nicht nachdenklich stimmen wenn RWE Elektroautos fördert? Vielleicht hilft mir ja jemand was ich da übersehen habe.

(Bild by HikingArtist.com / CC BY 2.0 )

1.8.10
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Bedrohte Eisbären? Wohl eher nur ein Werbegag für Umweltschutzorganisationen

In der momentanen öffentlichen Wahrnehmung muss man ja den Eindruck bekommen, daß man in naher Zukunft Eisbären nur noch im Zoo sehen wird. Sucht man man in Google bekam man diese Woche z.B. nur Einträge über den gescheiterterten Antrag zum Handelsverbort auf der Artenschutzkonferenz. Auch sonst scheint klar zu sein:

"Eisbären sind durch den Klimawandel massiv unter Druck geraten"

Diese Woche beim Nabu zu lesen

Geschätzte 20.000 bis 25.000 Eisbären streifen noch durch Kanada, Grönland, Norwegen, Russland und die USA. Der Klimawandel setzt den Tieren zu, Eisbären sind massiv gefährdet.

201003-eisbar.jpg

Wieder ein Beispiel für emotionale Panikmache. Ein "streifen noch" erwegt den Eindruck das es mal ein Vielfaches mehr waren und sich der Bestand dramatisch verringert hat.

Hält man bei Google durch wird man irgendwann mal auch einen Beitrag der PETA geraten. Die PETA ist eher für seine radikalen Meinungen bekannt und nicht für Industriefreundlichkeit. Dort steht

1950 gab es bis zu 5.000 Eisbären (6)
1965–1970 gab es 8.000-10.000 Eisbären (6)
1984 gab es 25.000 Eisbären (6)
1997 gab es 22.000-27.000 Eisbären (15)
2001 gab es 21.500-25.000 Eisbären (13)
2005 gab es 20.000-25.000 Eisbären (14)

2009 wurde auf der internationalen Roten Liste der ICUN der Bestand auf 20.000 - 25.000 Eisbären geschätzt. Und auch wenn das jetzt nach Haarspalterei klingt: Lieber NABU: "Massiv gefährdet" ist der Eisbär nach diese Roten Liste auch nicht.

Wir haben also dank eines Abschussverbotes eine stabile Population in den letzten 30 Jahren. Das ist gut so und muss erhalten werden. Wenn aber der Klimawandel der letzten 50 Jahre eine Bedrohung darstellen würde dann würde ich eine Abnahme erwarten aber nicht "Konstanz"

Nur fürs Protokoll: Ich möchte hier nicht einen weltweiten Aufruf zum Verzehr von Eisbärenfleisch starten. Aber sollten wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf Tierarten richten die dramatisch bedroht sind? Oder geht es hier nicht eher um Publicity für Organisationen weil der Eisbar Knut ja "sooo  süüüssss" ist.

Ist es richtig wenn sich Umweltschutzorganisationen denselben fragwürdigen Marketingtechniken bedienen, die Sie zurecht in der Indutrie und Politik bemängeln?

(Foto by travlinman43 / CC BY-SA 2.0)

21.3.10
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Menno: Mein Hockeyschläger ist weg - oder "Es wird nicht wärmer"

Irgendwie scheinen Nachrichten zum Klima nur dann durchzudringen wenn es schlechter wird. Oder warum kommt so eine Nachricht nicht mal nach oben.201003-Hockey_stick_chart_ipcc_large.jpg

Phil Jonses, der Vater der berümten Hockeyschlägertheorie, nach der das Erdklima durch den Menschen in den lezten Jahrhundert angestiegen ist, muss zurückrudern. In einem Interview mit der BBC gestand er ein:

  • Es gibt keine statistisch relevante Erärmung seit 1995
  • Die Daten für den Temperaturverlauf sind unvollständig
  • Es gab Wärmeperioden die nicht durch den Menschen verursacht worden sind

Nicht falsch verstehen. Es geht nicht darum die Hände in den Schoss zu legen und die Umweltverschmutzung weiterzutreiben. Aber nicht mit falschen Tatsachen begründen. Das schadet der Sache. Auch ist die Frage wichtig, ob wir die Forschungsgelder ausschliesslich in die eine Richtung investieren sollte und ob nicht andere Bereiche sträflich
vernachlässigt werden.

Interessant auch, wenn man in die 70er zurückschaut. Dort war es Konsensus, das  es bis zum Jahr 2000 eine vierte vom Menschen erzeugte Eiszeit kommen würde.




 

15.3.10
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Dies ist ein privater Blog von Hagen Bauer- berufstätiger Vater, Ehemann, Naturliebhaber, Läufer, Zelter, technikverliebt.


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