Beiträge zu dem Tag: “Statistiken”

Nationalitäten von Einbrechern

Die AfD in Sachsen-Anhalt hat eine kleine Anfrage zu den vorhandenen Statistiken für den Bereich Einbruchdiebstahl gestellt.

Vor allem die Zahlen zu den Nationalitäten fand ich interessant. Ich selbst hätte mit anderen zahlen gerechnet.

Hier die Zahlen für 2015. Die Zahlen für die Jahre davor sahen nicht wesentlich anders aus.

Das nur als Hinweis an die Leute die immer von den marodierenden Ausländerhorden sprechen

30.1.17
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Neues altes zur Mittelschicht

Lesenswerte Erkenntnisse der Konrad Adenauer Stiftung zur angeblich schwindenden Mittelschicht

These 1: Die Ergebnisse zur Entwicklung der Mittelschicht hängen stark von der Wahl der Definition der Mittelschicht und des Untersuchungszeitraums ab.
These 2: Die mittlere Einkommensschicht in Deutschland zeigt sich insgesamt stabil.
These 3: Der staatliche Umverteilungsprozess trägt erheblich dazu bei, dass der Umfang der Mittelschicht in Deutschland stabil bleibt.
......
201212-kas-mittelstandsstudie.pngThesen und Studie

(Was haben die Mittelschicht und die Eisbären gemeinsam)

18.12.12
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Deutsches Institut der Wirtschaft - heute hüh und morgen hot

Ich hatte mich ja schon 2010 gewundert, wie das DIW in seiner Studie von einer bedrohten Mittelschicht sprechen konnte. Damals war noch von einer "Polarisierung der Einkommen" die Rede. Verstanden habe ich das aus den Daten allerdings nicht.

Und jetzt oh wunder die Kehrtwendung:

Keine weitere Erhöhung der Einkommensungleichheit seit 2005

Warum war bitte nicht schon 2010 davon die Rede?

Verstehe ich nicht.

31.10.12
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Worldometers - Weltstatistiken in Echtzeit

Ganz nette Statisken auf Woldometers. Positiv überrascht hat mich, daß die Anzahl der unterernährten Menschen rückläufig ist.

201207-worldometer.png

 


 

27.7.12
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Kinderarmut in Deutschland hat sich verbessert

Leider ist das nicht die Headline die man heute überall lesen kann. UNICEF hat eine Studie zur Kinderarmut rausgebracht.

Was die meisten Zeitungen dort nicht lesen ist folgender Satz:

Seit der Vergleichsuntersuchung von 2005 hat sich Deutschland zwar leicht verbessert. Anders als in den meisten Staaten sank hier der Anteil von Kindern, die in einkommensschwachen Haushalten aufwachsen, von 10,2 Prozent (2005) auf 8,5 Prozent (2009).

Und in der Skala die für die relative Kinderarmut aufgeführt wird stehen wir auf Platz 13 von 35 Ländern. Mit Sicherheit kein Spitzenplatz aber die Länder vor uns sind prozentual nicht soo weit entfernt.

Um es klar zu sagen: Daran muß man natürlich weiter arbeiten. Aber man könnte ja mal auch das positive benennen.

Aber stattdessen wird die "Liste der Entbehrungen" zur Rate gezogen. Mit Verlaub gesagt ich finde diese Liste extrem fragwürdig. Es werden 14 Aussagen geprüft und erfüllt ein Kind zwei davon nicht wird das als Mangel bewertet. Ohne täglich frisches Obst/Gemüse und ohne Internetanschluss - > Ab auf die Liste. Und auf der Liste ist es egal ob ein Kind 2,5 oder alle 14 Dinge nicht bekommt.

Ich denke es macht einen Unterschied ob ein Kind in Deutschland nur kein Internetanschluss hat oder ob ein Kind in Rumänien garnichts von den Dingen hat.

Was für einen "Armutsbegriff" wird hier verwendet? Es extrem fragwürdiges Bild.

201205-liste-entbehrungen.png


 

29.5.12
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Welches Land hat am meisten freie Tage?

Bisher dachte ich ja immer das wir in Deutschland die meisten freien Tage haben. Aber so "toll" stehen wir gar nicht da. Auch der Abstand zu den USA ist deutlich kleiner als ich dachte.

Interessante Daten

201112-urlaubsstatistik.png

 

14.12.11
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Studie „Deutsche Zustände" - für jede Schlagzeile was dabei

Na das ist ja eine Superstudie. Jeder kann sich seine schöne plakative Schlagzeile raussuchen.

Aus der Abteilung "Das Glas ist halbvoll" : Deutschland wird ein bisschen toleranter201112-deutsche-zustaende-1.pngAus der Abteilung "Das Glas ist leer" : Rassismus nimmt zu

201112-deutsche-zustaende-2.gif

13.12.11
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Ein Wunder: Eisbären müssen doch nicht aussterben

201003-eisbar.jpgIst das nicht putzig. Anfang des Jahres schien das Schicksal der Eisbären besiegt. Unter anderem hier

20.000 bis 25.000 Eisbären leben noch in der Arktis.

wie ich bereits hier geschrieben habe waren es in den letzten 50 Jahren nie mehr. Ganz im Gegenteil der Eisbär erhohlt sich Die Formulierung "leben noch" legt dem Leser natürlich nahe das es eine rückläufige Zahl ist. Eine Aussage wie:

Eine stabile Population von 20.000 bis 25.000 Eisbären lebt in der Arktis.

wäre ja auch keine Nachricht.  Und was muss/kann man jetzt lesen

Es gibt Hoffnung für Eisbären und Robben: Schließlich soll es selbst am Ende des 21. Jahrhunderts während der arktischen Sommer noch Meereis geben

Na wenn das kein Wunder ist. Mal sehen wie lange es dauert bis wieder ein neuer Eisbär durchs Dorf gejagt wird.

(Foto by travlinman43 / CC BY-SA 2.0)

17.12.10
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Kann es sein das der Anteil der hohen Einkommensgruppen seit 1993 geschrumpft ist?

DIW Studie: Der Anteil der Hohen Einkommensgruppen ist seit 1993 geschrumpft.

wäre auch eine gute Schlagzeile gewesen die man aus der Studie des DIW hätte ziehen können. Aber man hat Schlagzeilen wie

Die Mitte schrumpft - Stabilität der Gesellschaft bedroht?

gewählt. Wenn man hier nachschaut findet man Abbildung 1. Ich weiss nicht ob ich das hier so einfach übernehmen darf. Schaut euch das mal genau an. Ich habs mir extra ausgedruckt um die Unterschiede zwischen 1993 und 2009 festzustellen.

Ich hätte ja gerne die echten Zahlen und genaue Angaben gehabt aber die werden leider nicht gegeben. Warum hat man sich für die Kernaussagen genau die Jahresabschnitte 1999 bis 2009 rausgesucht. Warum nicht den Vergleich zwischen 1993 bis 2009?

Kann man bei Abbildung 1. wirklich sagen

"Langfristig ist vor allem die mittlere Einkommensgruppe kleiner geworden."

Zwichen 1993 und 2009 kann ich das aus der Grafik nicht erkennen. Zeigt die Grafik nicht eher das der Anteil der hohen Einkommensgruppen seit 1993 geschrumpft ist und das der Anteil der niedrigen Einkommensgruppen stabil ist.

Irgendwas muss ich übersehen haben. Mich würde wirklich interessieren wie man aus den Daten zu solchen Aussagen kommen kann.

16.6.10
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Bedrohte Eisbären? Wohl eher nur ein Werbegag für Umweltschutzorganisationen

In der momentanen öffentlichen Wahrnehmung muss man ja den Eindruck bekommen, daß man in naher Zukunft Eisbären nur noch im Zoo sehen wird. Sucht man man in Google bekam man diese Woche z.B. nur Einträge über den gescheiterterten Antrag zum Handelsverbort auf der Artenschutzkonferenz. Auch sonst scheint klar zu sein:

"Eisbären sind durch den Klimawandel massiv unter Druck geraten"

Diese Woche beim Nabu zu lesen

Geschätzte 20.000 bis 25.000 Eisbären streifen noch durch Kanada, Grönland, Norwegen, Russland und die USA. Der Klimawandel setzt den Tieren zu, Eisbären sind massiv gefährdet.

201003-eisbar.jpg

Wieder ein Beispiel für emotionale Panikmache. Ein "streifen noch" erwegt den Eindruck das es mal ein Vielfaches mehr waren und sich der Bestand dramatisch verringert hat.

Hält man bei Google durch wird man irgendwann mal auch einen Beitrag der PETA geraten. Die PETA ist eher für seine radikalen Meinungen bekannt und nicht für Industriefreundlichkeit. Dort steht

1950 gab es bis zu 5.000 Eisbären (6)
1965–1970 gab es 8.000-10.000 Eisbären (6)
1984 gab es 25.000 Eisbären (6)
1997 gab es 22.000-27.000 Eisbären (15)
2001 gab es 21.500-25.000 Eisbären (13)
2005 gab es 20.000-25.000 Eisbären (14)

2009 wurde auf der internationalen Roten Liste der ICUN der Bestand auf 20.000 - 25.000 Eisbären geschätzt. Und auch wenn das jetzt nach Haarspalterei klingt: Lieber NABU: "Massiv gefährdet" ist der Eisbär nach diese Roten Liste auch nicht.

Wir haben also dank eines Abschussverbotes eine stabile Population in den letzten 30 Jahren. Das ist gut so und muss erhalten werden. Wenn aber der Klimawandel der letzten 50 Jahre eine Bedrohung darstellen würde dann würde ich eine Abnahme erwarten aber nicht "Konstanz"

Nur fürs Protokoll: Ich möchte hier nicht einen weltweiten Aufruf zum Verzehr von Eisbärenfleisch starten. Aber sollten wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf Tierarten richten die dramatisch bedroht sind? Oder geht es hier nicht eher um Publicity für Organisationen weil der Eisbar Knut ja "sooo  süüüssss" ist.

Ist es richtig wenn sich Umweltschutzorganisationen denselben fragwürdigen Marketingtechniken bedienen, die Sie zurecht in der Indutrie und Politik bemängeln?

(Foto by travlinman43 / CC BY-SA 2.0)

21.3.10
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"Geratener Artenschwund" oder "Statistiken im Umweltschutz"

Diese Woche in der Welt gelesen. Es ging um Artensterben und die Frage: welche Arten genau sterben denn da?

Nach den inzwischen mehr als fragwürdigen Methoden unserer Klimaforscher ein weiterer Fall von politisch angeheiztem Aktionismus. Die in der Vergangenheit am meisten verbreitete Untersuchung sagte einmal über das Artensterben

74 Arten pro Tag

Dann treffen sich dii G8 Umweltminister und machen daraus die eine neue Zahl. Klar 74 ist schon komisch und vor allem viel zu klein

150 Arten pro Tag

hört sich viel besser an und ist auch einfacher zu merken. Soweit die wohl inzwischen schon übliche politische Aufrundung.

Wenn man allerdings fragt: "Wer verschwindet da eigentlich?" scheint man nur ein Achselzucken zu bekommen. Man weiß es einfach nicht. Das Berechnungsverfahren wirkt abenteuerlich. Es geht so:


Für Inseln gibt es eine Theorie das bei Zerstörung von 90% des Lebensraums 50% der Arten sterben. Wie gesagt: Inseln, die Tiere können nicht ausweichen. Jetzt nimmt man den Verlust an Lebensraum in tropischen Regenwäldern (alle nicht auf einer Insel) und wendet diese Regel an. Toll nicht?

Ich will hier nicht das Problem verniedlichen aber dieser Ansatz scheint mir schon abenteuerlich. Sucht man nach den bekannten Verlusten so scheint es ein paaar Nullen weniger zu geben. Seit dem 15. Jahrhundert 785 Arten

Nur noch mal als Vergleich hoch gerechnet: auf die letzen 20 Jahre müssten es eine Million sein.

Wie gesagt: Wir müssen schon aufpassen mit unserer Umwelt vernüftig umzugehen. Aber willkürliche Zahlen zur Dramatisierung schaden und helfen nicht.

30.1.10
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Dies ist ein privater Blog von Hagen Bauer- berufstätiger Vater, Ehemann, Naturliebhaber, Läufer, Zelter, technikverliebt.


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