Beiträge zu “Vogesen”

Vogesendurchquerung Teil 5

Das Langzeitprojekt “Durch die Vogesen mit Nachwuchs” hat eine neue Etappe erreicht.

Was bisher geschah:

Dieses Jahr unter einem anderen, neuen Stern. Meine Tochter (12) wollte auch mitgehen und da wir nicht sicher waren ob Ihr das wirklich gefällt und die Planungen für die Sommerferien eh schon relativ dicht waren hatten wir beschlossen eine zeitlich kürzere Strecke zu gehen.

Los ging es in Barr und aus dem Rother Wanderführer haben wir einen kleinen Rest der Etappe 13, die 14, 15 und den ersten Teil der 16 nach Ribeauville geschafft. Zusammen 1618 / 1477 Höhenmeter auf 57 km.

Um es kurz zufassen. Es war zu viel. Es war zwar zu schaffen aber für mich war es einfach zu “harte Arbeit” und der entspannende Teil mit dem Genießen der Landschaft und der gemeinsamen Zeit mit Kinden blieb etwas auf der Strecke. Die nächsten Etappen werden definitiv wieder kürzer werden. Aber es war schon beeindruckend zu sehen was ein 12 jähriges Mädchen mit einem 11 kg Rucksack leisten kann. Ich selbst hätte (natürlich mit schwererem Rucksack) auch nicht länger laufen wollen. Das mein Sohn mit 15 Jahren immer noch vorneweg läuft, daran habe ich mich gewöhnt. Er braucht einfach mehr Gewicht. Vielleicht schleppt er nächstes Jahr schon mehr als ich.

Das Wetter war toll und die Wege führten bis auf eine kurze Strecke über einsame Waldwege an schönen alten Burgen vorbei. Mein Sohn und ich haben zwar über die vergangenen Jahre schon einige Burgen gesehen aber nun kann sich die Tochter dafür natürlich jetzt mehr begeistern.

Aber die eine Übernachtung auf einem Felsvorsprung unter der Burg Ramstein war wieder fantastisch. Das Zelt konnte allerdings nur auf diesen Felsen “geklebt” werden da nicht mit Regen oder Wind zu rechnen war.








14.5.18
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Vogesendurchquerung Teil 4

Es hat wieder geklappt. Auch in diesem Jahr ist es meinem Sohn und mir wieder gelungen weitere Etappen auf der Nord Süd Vogesendurchquerung zu bewältigen.

Was bisher geschah:

Los ging es in Urmatt und das Ziel lautete Barr. Aus dem Rother Wanderführer die Etappe 9,10,11,12 und 13 mit insgesamt 2330/2415 Höhenmetern auf ca 80 km in effektiven 3 Wandertagen. Bis auf einen kleinen fehlenden Abschnitt kann die Strecke hier nachvollziehen.

Die Landschaft hat sich im Vergleich zu den vorherigen Etappen kaum verändert. Es geht hauptsächlich durch fast unberührten Urwald mit Tannen oder Birken.

Der Höhepunkt war im wahrsten Sinne des Wortes die Übernachtung auf dem Rocher de Mutzig mit 1010 Metern. Ein fantastischer Blick mit einer guten Möglichkeit das Zelt weitab von Straßen und Gebäuden aufzustellen.

Für mich werden diese Wanderungen immer entspannter das der Sohn deutlich mehr Gepäck tragen kann als früher und auch sonst einen Großteil der “Arbeiten” bei einer solchen Wanderung selbständig ohne Beaufsichtigung alleine durchführt.

Mit dem Wetter hatten wir dieses Jahr nicht ganz so viel Glück. Einen Tag sind wir fast komplett durch Nieselregen gelaufen und die anderen Tage war es sehr bewölkt und auf den Bergspitzen konnte man vor Wolken / Nebel kaum etwas sehen. Fall Sie auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit in Schirmeck sind seien sie gewarnt. Es gibt (Stand 2017) keine Zimmer oder Hotels aber eine Gites die wir nur über einen Tipp in der Fremdenverkehrszentrale gefunden haben. Nach dem ganzen Tag im Regen haben wir uns das gegönnt.

Das wir dann allerdings fast 4 Stunden länger mit der Bahn brauchten weil es einen Tunnel Gleisabsenkung gab war dann am Schluss etwas nervend.

Nächstes Jahr soll es auf jeden Fall wieder weitergehen.









14.8.17
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Vogesendurchquerung Teil 3

Letzte Woche haben mein Sohn und ich den dritten Teil unserer Vogesendurchquerung von Nord nach Süd erwandert. Nach den ersten drei Tagen in 2014 und der nach einem Tag abgebrochenen Tour im letzten Jahr mussten wir dieses Jahr eine längere Tour bewältigen damit wir Start- und Endpunkte mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichen konnten.

Begonnen haben wir in Lichtenberg und das Ziel war Urmatt. Insgesamt 4 Etappen des Rother Wanderführers mit dem wir auch dieses mal wieder gute Erfahrungen gemacht haben.

Insgesamt haben wir in 3 Wandertagen 77 Kilometer zurückgelegt und dabei 2000 Höhenmeter hinauf und wieder herunter bewältigt.

Im Vergleich zu den erste Etappen ging es jetzt deutliche höher und die Landschaft wurde einsamer. Es ging fast ausschließlich durch schöne grüne Wälder in denen nur selten andere Wanderer gesehen wurden. Man ist recht häufig alleine mit sich und der Natur und kreuzt nur selten Straßen oder Ortschaften. Der Schneeberg mit seinen 980 Höhenmetern ist natürlich für alpine Kenner kein richtiger Berg aber für Rheinländer schon ein kleiner Höhepunkt.

Die Zeiten des genannten Wanderführer sind aus unsere Sicht sehr großzügig berechnet. Wenn man mit doch recht schweren Rucksäcken die Zeiten recht gut einhalten kann sollten “normale” Wanderer mit leichtem Gepäck diese Zeiten recht häufig unterbieten.

Als Vater ist es spannend zu beobachten wie bei einem Kind sowohl die körperlichen Fähigkeiten als auch die Erfahrung bei solchen Touren über die Jahre hinweg zu nehmen. Auf jeden Fall bekommt der gute Sohn nächstes Jahr mehr Gepäck damit ich nicht dauern hinter herlaufen muss ;-).

Ein Tipp zum Schluss. Wenn man in einer Schutzhütte übernachtet sollte man lehre Tüten mit Essensresten nicht einfach so stehen lassen. Sonst darf man in der Nacht aufstehen weil irgend wildes Tier damit herum raschelt.

Nächstes Jahr soll es weitergehen.








14.8.16
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Vogesendurchquerung: Ein leider sehr kurzer Teil2

Eigentlich sollte ich jetzt noch mit meinem Sohn in einem Zelt in den Höhen der Vogesen liegen. Dieses lange Wochenende wollten wir unseren zweiten Teil der Durchquerung der Vogesen von Nord nach Süd laufen.

Leider meldete sich am Ende des ersten Tages mein linker Fuß wieder und wir müssten uns zu einem Abbruch der diesjährigen Vater/Sohn Wanderung entschließen.

Geplant war das wir von Niederbronn nach Saverne laufen. Gemäß Wanderführer eine 3 Tagestour. Den Bus hatten wir in Saverne geparkt und sind dann mit der Bahn und Bus an den Ausgangspunkt der Wanderung gefahren.

Gleich zu Beginn gab es schon eine anständige Steigung die aber mit einer schönen Burg belohnt wurde. Im Gegensatz zu den ersten 3 Etappen die wir letztes Jahr gegangen sind ist es aber Niederbronn deutlich ruhiger. Es geht direkt in den Wald und man hört und sieht nichts mehr von Ortschaften oder Straßen. Wirklich sehr schön.

Nach einer Übernachtung mit Regen konnten wir dann aber heute Mittag eigentlich recht schnell von Lichterberg mit dem Bus und Bahn nach Saverne zurückfahren.

Wirklich sehr schade. Hoffentlich kommen wir im nächsten Jahr weiter. Hier die Strecke auf Openstreetmap

Vogesenwanderungen

Vogesenwanderungen

Vogesenwanderungen

15.5.15
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Eine kurze Trekkingtour durch die Vogesen mit Sohn

Im letzten Jahr hatte ich mit meinem Sohn eine erste Mehrtageswanderung durch die Alpen durchgeführt. Es war sehr aufregend aber wir beide kamen zu dem Schluß das Wandern im Hochgebirge (noch) nichts und Übernachtungen in Hütten gar nichts für uns ist. Also stand dieses Jahr eine Trekkingtour mit Zelt auf dem Plan und die Vogesen schienen ein recht gutes Ziel zu sein. Zum einen “recht nah” und zum anderen versprachen Reiseberichte eine recht weitläufige Natur.

Für die Planungen haben wir den Rother Wanderführer Vogesen-Durchquerung verwendet. Auf den ersten Teilstücken die wir gelaufen sind ein guter Führer bei dem sich die Tages- und Zeitwerte für uns recht gut herausgestellt haben. Dazu kam eine Wanderkarte im Masstab 1:25.000. Man kommt zwar aufgrund der guten Beschilderung auch ohne aus aber damit man seinen “Fortschritt” als Motivation erkennen kann ist so eine genau Karte schon sinnvoll.

Wir haben die ersten 3 Tage ausgewählt. Mit dem Auto sind wir nach Niederbronn gefahren und haben den Wagen an der Kirche auf einem öffentlichen und kostenlosen Parkplatz abgestellt. Dann sind wir mit Bus und Bahn über Hagenau zu unserem Wanderausgangspunkt nach Wissembourg gefahren. (Achtung, wenn man nicht aufpasst kann man mit ein paar einfachen Missverständnissen auch schon mal von Niederbronn über Hagenau direkt wieder nach Niederbronn zurückfahren).

Nach einer ungeplanten Übernachtung in Niederbronn fuhren wir also morgens mit dem Bus und der Bahn nach Wissembourg. Dort ging es dann zum Einstand von 160 m NN über 560 m nach Climbach. Danach wurde die Strecke reizvoller und nach Petit- Wingen wurde es dann auch richtig schön. Von nun an ging es die nächsten Tage fast ausschliesslich durch Wald und kleine Wiesen bergauf und bergab weiter. Nach einem erneuten Aufstieg von 260 m auf 500 m haben wir unser Nachtlager unterhalb der Löwenburg mit Blick auf Burg Fleckenstein aufgeschlagen.

Die nächste zwei Tage führten uns über mehrere Höhen hinweg durch sehr schöne einsame Wälder an vielen Burgen vorbei zurück nach Niederbronn. Sehr schön waren vor allem die Burgen Frönsburg, Wasigenstein und Neuwindstein sowie der sogenannte Zigeunerfelsen.

Insgesamt waren es 45 km in 3 Tagen mit 1500 / 1600 Höhenmetern. Das ganze mit 23 kg / 12 kg Gepäck. Da qualmten abends die Socken. Sowohl für mich als auch für den 11 Jährigen eine zwar machbare aber doch anstrengende Tour. Das hohe Gewicht der Rucksäcke ergibt sich vor allem aus der Tatsache das wir im Wald zelten wolten und deswegen vom Zelt über Schlafsack, Kochausrüstung bis zur Verpflegung alles tragen mussten.

Alles in allem eine super Tour die wir vielleicht im nächsten Jahr fortsetzen werden.

Vogesen Tourenverlauf

Vogesen Fleckenstein Löwenburg

GR55

Vogesen Zelten Hilleberg

Vogesen Ziegeunerfelsen

Vogesen Neuwindstein

1.6.14
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Dies ist ein privater Blog von Hagen Bauer- berufstätiger Vater, Ehemann, Naturliebhaber, Läufer, Zelter, technikverliebt.


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