Beiträge zu “ELENA”

Elena wird begraben

Endlich wird die Beerdigung abgeschlossen.

201107-elena-wird-eingestellt.pngDie Begründung finde ich auch bemerkenswert

Grund ist die fehlende Verbreitung der qualifizierten elektronischen Signatur. Umfassende Untersuchungen haben jetzt gezeigt, dass sich dieser Sicherheitsstandard, der für das ELENA-Verfahren datenschutzrechtlich zwingend geboten ist, trotz aller Bemühungen in absehbarer Zeit nicht flächendeckend verbreiten wird. Hiervon hängt aber der Erfolg des ELENA-Verfahrens ab.

Keine Rede mehr von der Kostenexplosion die am Anfang des Jahres schon für einen Stopp gesorgt hatte.

Ist schon lustig wie locker die Regierung unser Aller Geld versenkt. Nicht zu reden von den Investition der Wirtschaft die sinnlos im Sand verlaufen.

18.7.11
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RIP - ein Nachruf auf ELENA

Es gibt noch Hoffnung auf die Existenz von intelligentem Leben auf dem Planeten Mars äähh Planeten Bundestag. In der FTD von Montag

Die Bundesregierung will das erst zu Jahresanfang gestartete Daten-Mammutprojekt «Elena» wegen einer Kostenexplosion und technischer Mängel auf Eis legen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) schlug vor, das Verfahren für unbestimmte Zeit auszusetzen.

Das  nenne ich eine Beerdigung erster Klasse. Vielleicht hat ja auch der vielfältige Druck von Datenschützern dazu beigetragen dieses IT Monstrum mit ausgeschaltetem Bürgerrechten einzuschläfern. Aber wahrscheinlich war es am Ende einfach das Geld.

Seis drum. Hoffentlich taucht diese Krake nie mehr auf. Sonst sollte man von diesem Video noch eine Version drehen die da heist

Elena - Denn-Du-Bist-Sozialhilfeempfänger.

Nach demselben Prinzip werden nähmlich bei ELENA alle Gehaltsdaten gesammelt. "Du könntest ja mal einen Antrag stellen - deswegen sammeln wir schon mal Deine Gehaltsdaten"

Du bist Terrorist from alexanderlehmann on Vimeo.
 

8.7.10
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ELENA: Gesundheits- und Gehaltsdaten aus einer Hand

Nachdem mir bei der Recherche zum Thema "Sicherheit" schon einiges an staatlich verbreitetem Quatsch aufgefallen ist hat mich mal interessiert:

"Wer verwaltet denn die Daten die bei ELENA gespeichert werden"?

Wo genau liegen die denn? Im Sozialgesetzbuch (SGB) steht.

Die Aufgaben werden der "Informationstechnischen Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung" übertragen. 

Ups. Das ist ja wohl nicht die Stelle die auch meine Gesundheitsdaten hält? Doch - genau so ist es: Gesellschafter der ITSG sind:

201006-elena-wer-haelt-die-daten-itsg.pngDas heist es gibt dan E I N E !!!! Stelle die sowohl meine Gesundheitsdaten als auch meine Gehaltsdaten hat. Ein Alptraum für die Datensicherheit und den Datenschutz. Obwohl. Vielleicht spart der Staat zukünftig Geld wenn der die Daten der Bürger abfragen muss. Gesundheits und Gehaltsdaten aus einer Hand.

7.6.10
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ELENA: Täuschung der Bürger über Datenschutz

Wie zu erwarten war wird auch beim Thema Sicherheit mit falschen Karten gespielt. Hier wird gesagt.

Die Daten in der Zentralen Speicherstelle werden nach der Übermittlung durch den Arbeitgeber sofort geprüft, zweifach verschlüsselt und danach gespeichert. Eine Entschlüsselung ist nur im Rahmen eines konkreten, durch den Teilnehmer (Bürger) legitimierten Abrufs möglich.

Das ist technisch gesehen absolut falsch. Vereinfacht gesprochen ist zur Verschlüsselung ein Schlüssel notwendig der nur der Person bekannt sein darf, die zu Entschlüsselung berechtigt ist. Und in diesem Fall sind das ja wohl Du, Sie und Ich.

Dann frage ich den unbedarften Bürger: Haben Sie den Schlüssel schon und haben sie in an Elena übermittelt? Nein? - Ups!!  Wenn heute verschlüsselt wird (und da ist es egal ob zweifach, dreifach oder zwanzigfach) dann geschieht das mit einem Schlüssel der dem Elenaverfahren bekannt ist und den man Ihnen vielleicht mal in zwei Jahren bei Beginn geben wird. Aber genauso wie Elena im verborgenen beschlossen und gestartet worden ist kann man solche Vorschriften morgen ändern.

Auch ohne Verschlüsselungswissen ist das offensichtlich. Die Daten wären ja verloren wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren.

Also nix mit "geht technisch nicht - ist sicher"

Bitte wiederhohlen Sie: Nur Daten die nicht erhoben wurden sind sicher.

14.4.10
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ELENA: Unterstützer für Verfassungsbeschwerde gesucht

Der FoeBud e.V. bietet eine Möglichkeit sich an einer Verfassungsbeschwerde gegen "meine Freundin" ELENA zu beteiligen. Unter diesem Link kann man ein Formular beantragen das ausgefüllt und zurückgesandt werden muss.

Ziel ist es die gesamte Datenbank löschen zu lassen. (FoeBud ist auch der Verein der die  Big Brother Awards organisiert

15.3.10
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Bürokratie: Schneller gleich weniger??

Also meine neue Freunding ELENA läst mir keine Ruhe. Gestern beim Laufen kam mir das Logo in den Sinn (Tja beim Laufen gehen die freien Gedanken halt auch mal in die falsche Richtung ;-)) 201003-elenca-claim.png

Hm. verstehe ich nicht. Was heist noch mal Bürokratie

1. Wesentliche Merkmale (nach Weber): Geordnetes System von Regeln auf der Basis einer Satzung; hierarchisch gegliederte unpersönliche Ordnung von Positionen; Abgrenzung von Komponenten und Zuordnung von Funktionen, Verantwortlichkeiten und Befugnissen; Auslese der Funktionsträger nach formalen Qualifikationen; schriftliche Erfassung und Dokumentation aller Vorgänge, Gleichbehandlung der Antragsteller.
Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Bürokratie, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/2769/buerokratie-v7.html

(andere Definition sehen ähnlich aus)

Das heist

weniger Bürokratie = weniger Regeln

Hier wird eine kostspielige fragwürdige Beschleunigung der Regeln als "weniger Bürokratie" verkauft

Meine lieben Leute

weniger <> schneller

weniger = "nicht mehr gleich viel" oder auch "kleiner"

10.3.10
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Liebe Frau Aigner: Thema verfehlt. Sechs setzen

Frau Aigner heute

Dem Internet-Giganten Google fehlt nach Einschätzung von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der Respekt vor privaten Daten seiner Nutzer. Den neuen Dienst Google Buzz nannte die Ministerin “einen massiven Eingriff in die Privatsphäre”.

Liebe Frau Aigner,

Wer seine Daten einem Dienst wie Google anvertraut muss damit rechnen das so was passiert. Aber bevor Sie sich über Google und den Datenschutz für einen unbekannten kleinen Teil der deutschen Bevölkerung einfordern, bitte erstmal vor der eigenen Haustür kehren. Der deutschen Verwaltung fehlt nämlich der Respekt vor den Daten aller deutschen Arbeitnehmern. Und dagegen kann sich keiner entziehen. Hier ist Handlungsbedarf.

20.2.10
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ELENA: Datenschutz wegen Unfähigkeit ausgesetzt

Ich habe meine Meinung zu diesem neuen System ja schon mal in einem Beitrag geäussert. Bei der weiteren Recherche ist mir noch ein _kleines_ Detail aufgefallen.

Ich möchte es mal etwas provokativ zusammenfassen

Wenn der Datenschutz stört wird er einfach ausgesetzt.

Eins der wesentlichen Element des Datenschutzes in Deutschland ist das Recht auf Selbstauskunft

_ § 19 BDSG - Auskunft an den Betroffenen_

 _1) Dem Betroffenen ist auf Antrag Auskunft zu erteilen über_
 _1\. die zu seiner Person gespeicherten Daten, auch soweit sie sich auf die Herkunft dieser Daten beziehen,_
 [...] <span class="imgcenter">![201002-elena-krake.gif](/images/2010/201002-elena-krake.gif) </span> 

Ich habe also das Recht zu erfahren welche Daten über mich gespeichert sind. Tja - und da ist das Problem. Vor 2012 wird das nix. Aber was sollss - wenn der Datenschutz bei Projekten stört dann setzen wir ihn einfach aus. Wahrscheinlich müsste jeder andere erst mal sicherstellen, das die Gesetzte erfüllt werden bevor er anfängt Daten zu speichern.

Es ist halt einfacher sich über Google und Streetview aufzuregen als durchzusetzen das so ein Projekt der Bundesregierung gesetzeskonform abläuft.

Und dann dürfen wir 2012 alle auf einmal erfahren was gespeichert ist und Korrekturen anfordern?

In der EDV nennt man das “Big Bang” und funktioniert so gut wie nie.

(und ob das mit dieser Karte wirklich in 2 Jahren gehen kann??)

20.2.10
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ELENA: Eine neue Datenkrake.

Die Beschreibung von ELENA hört sich ja toll an:201002-elena-krake.gif

Was ist ELENA?

Das Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises (ELENA Verfahrensgesetz) ist ein wichtiger Meilenstein zum Abbau bestehender Bürokratie, aber auch ein Signal für mehr Innovation. Rund drei Millionen Arbeitgeber stellen Jahr für Jahr etwa 60 Millionen Bescheinigungen in Papierform aus. Diese Nachweise benötigen ihre Beschäftigten, um gegenüber öffentlichen Stellen die Voraussetzungen für den Bezug einer bestimmten Leistung nachweisen zu können. So ermittelt beispielsweise die Arbeitsverwaltung auf der Grundlage der vom Arbeitgeber ausgestellten Arbeitsbescheinigung den Anspruch auf
Arbeitslosengeld. Zwischen der elektronischen Personalverwaltung des Arbeitgebers und der elektronischen Sachbearbeitung in den Behörden klafft eine Lücke, die weiterhin durch den traditionellen Informationsträger Papier überbrückt wird. Dieser Medienbruch wird durch das ELENA-Verfahren beseitigt

Was ich nicht verstehe ist: Warum wir dazu alle Gehaltsdaten schon mal vorab übertragen und beim Staat speichern müssen? Nur mal so. Für den Fall das man vielleicht irgendwann mal Leistungen beantragt?

Wenn es nur darum ginge diesen Medienbruch zu beseitigen, müsste das Verfahren so angelegt werden, daß die Daten übertragen werden wenn ich den Antrag stelle. Nicht aber nicht schon vorher.

Es glaubt doch keiner das Daten die einmal erfast worden sind, nicht auch genutzt werden. Es ist doch schon vielfach geschehen das man eine Datensammlung eingeführt hat und später die Auswertung auf andere Bereiche erweitert hat. (Siehe zum Beispiel Autobahmautsystem und Verkehrsüberwachung) Als nächsten sehe ich schon den Gehaltsdaten / Kontodatenabgleich.

Der einzige und effektiveste Datenschutz ist das "Nicht Speichern". Die Forderung muss lauten:

- Erst übermitteln wenn notwendig. Keine Vorratsdatenspeicherung

17.2.10
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Dies ist ein privater Blog von Hagen Bauer- berufstätiger Vater, Ehemann, Naturliebhaber, Läufer, Zelter, technikverliebt.


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