Beiträge zu “Jugendschutz”

32C3: Jugendschutzprogramme schädigen die Jugend

Also wenn Ihr Kinder habt und Euch über technische Programme zum Kinderschutz Gedanken macht: vergesst es. Keiner macht es und es ist auch Blödsinn. Dieser Talk beschreibt das wie ich finde sehr gut.

Die anerkannten Filter verhindern schon den Zugriff auf die Webseiten von Grundschulen und schon die Geschichte von Yahoo hat gezeigt das ein Katalogisieren von Internetinhalten nicht geht.

Das Kennzeichnen der Webseiten ist auch keine gute Idee - aufwendig, kostenintensiv und international nicht umsetzbar. Selbst Kinderseiten nehmen nicht relevant daran teil.

Die Filterschutzprogramme sind nur eine Lösung für die Pornoindustrie damit diese Ihre Pornos auch vor 23:00 Uhr zeigen können.

Und wenn Ihr glaubt das die zugelassenen Filterschutzprogramme die minimalen Anforderungen des BDSG erfüllen dann werdet Ihr enttäuscht sein. Da werden ungefragt Daten auf Server der Telekom gesendet.

Also: Finger weg davon und einfach mit den Kindern darüber reden was sie im Internet so machen. Spätestens mit 16 Jahren ist das notwendig wenn diese auch “offline” Pornos sehen können.

6.1.16
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Jugendschutz im Internet - ein Zombie erhebt sich von den Toten

Vor ziemlich genau 4 Jahren ist die wunderbare Idee des Jugendschutzes im Internet durch eine Markierung nach Alter und einen Filter gescheitert.

Jetzt taucht dieser Zombie wieder auf.

Die Bundesländer beabsichtigen die Regeln zum Jugendschutz im Internet - den Jugendmedienschutzstaatsvertrag, JMStV - zu ändern. Betreiber von Webseiten sollen zukünftig ihre Seiten nach Alterstufen „ab 12 Jahren” bzw. „ab 18 Jahren” kennzeichnen.

Toll. Liebe Politiker: die Technik entwickelt sich zwar weiter, aber in der Regel überholt sie die eine oder andere tolle Idee aus der Politik. Ganz selten ermöglicht die Technik so eine brillante Idee.

Platt gesprochen. War gestern doof und ist auch heute doof.

27.3.14
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Jugendmedienschutz-Novellierung endgültig gescheitert

Puh. das ist ja noch mal gut gegangen. Mal sehen was sich die "Jugendschützer" jetzt ausdenken

16.12.10
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Jugendmedienschutz: Noch nicht verabschiedet und schon wirkungslos

Das die Implementierung der Jugendschutzfilter umgangen werden würde war ja schon klar. Das es allerdings so leicht sein würde hätte ich nicht gedacht. Alvar Freude zeigt die Richtung in die es geht. Ich glaube zwar nicht das der dort beschriebenen Ansatz komplett ist aber es wird nicht viel komplizierter sein.

Für Nichttechniker. Man nimmt einen x beliebigen Web Server setzt einen Proxy auf, wirft eine Datei darauf und trägt diesen Proxy in seinem Browser ein.

Zeitaufwand minimal und Kosten gleich Null  (mit einem kostenlosen Amazon Server)

Das war es mit dem Jugendschutz. Ich wette das solche Proxyserver innerhalb von Stunden an Schulen bekannt sein werden.

Wann hören unsere Politiker endlich auf Dinge zu machen von denen Sie überhaupt keine Ahnung haben oder fangen an mal ein klein wenig auf technische Experten zu höhren?

13.12.10
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Na da soll noch einer behaupten die Grünen wären nicht im System angekommen

Fraktionszwang vor Parteitagsbeschlüssen

201011-gruenenrw-jmstv.png

via Twitter. Weitere Vorschläge für die Überwindung von Grundsätzen zum Wohle der Fraktion können hier abgegeben werden. Aber vielleicht besteht ja noch Hoffnung

Grüne wollen mit SPD Gespräche über Nicht-Zustimmung führen

Die Grüne Landtagsfraktion hat heute nach ausführlicher Debatte den Fraktionsvorstand gebeten, noch einmal Gespräche mit der SPD-Fraktion über den Jugendmedienschutzstaatsvertrag zu führen. Ziel der Gespräche soll sein, dass die Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen dem Staatsvertrag im Landtag nicht zustimmen.

30.11.10
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Jugendmedienschutz geht alle an. Jeden!

Zum neuen Entwurf des Jugendmedienschutz hatte ich ja schon mal etwas geschrieben. Kein echtes Highlight deutscher Gesetzgebung. Jetzt könnte man ja meinen.

 Ach was interessiert mich das, ich bin schon über 18.

Es sollte jeden interessieren der aktuell oder in Zukunft Blogs oder eine Webseite betreibt.

Jeder, der Inhalte ins Internet stellt, muss diese einer Alterseinstufung unterziehen: ab 0, ab 6 Jahren, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren, ab 18 Jahren.

[....]
Fehlt aber die Kennzeichnung oder ist diese auch nur versehentlich fehlerhaft, droht nach übereinstimmender Ansicht von Juristen eine kostenpflichtige Abmahnung von Mitbewerbern oder Verbänden. Insoweit droht eine „Abmahnwelle“ von ganz erheblichem Umfang.

Noch mal zur Wiederhohlung JEDER der Inhalte publiziert : Homepage Kindergarten, Kaninchenzüchter, Turnverein, Stadtverwaltung, Blog.... JEDER

Hier ein offener Brief an die SPD Fraktion im Landtag NRW

24.11.10
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Jugendmedienschutz: ein Highlight der technologischen Inkompetenz

Zu meinen unvollständigen Kommentaren zur geplanten Verabschiedung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags möchte ich jedem dieses Dokument ans Herz legen.

Es erklärt sehr schön, warum Kernelemente wie "Kennzeichnungspflicht / Sendezeiten" oder das gewünschte "Jugendschutzprogramm" einfach geistige Irrläufer sind und dieser Entwurf in die Mülltone gehört. Das überhaupt Landesparlamente sich damit auseinander setzen und damit "wertwolle Zeit von Volksvertretern" verschwenden ist ein Fall für das Schwarzbuch der Steuerverschwendung.

4.11.10
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Wenn ein Blinder einem Einäuigen die Farbe erklärt,.

2010108-medien-ratgeber-eltern.pngoder Kurt Beck den Eltern das Internet. Dann kann im ersten fall nicht viel passieren. Im Falle des "grossartigen" Jugendmedienschutzgesetzes aus Mainzer Feder aber viel trügerische Sicherheit bei Eltern. Dort heist es

Auf der Basis des neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrags sollen Filterprogramme entwickelt werden, die Alterseinstufungen erkennen können und es den Eltern erleichtern, altersgerechte Seiten für ihre Kinder im Netz zuzulassen oder ungeeignete Seiten auszuschließen.

Boah. Cool. Das wäre ja echt mal eine Form von künstlicher Intelligenz. Das diese Idee Wirklichkeit wird kann Kurt Beck eigentlich erst nach dem 10. Weinfest an einem Tag glauben.

Die Internetanbieter sind gehalten, ihre Angebote mit Altersstufen zu versehen, damit Eltern eine einheitliche Orientierung über die Altersklassifizierung haben

Jetzt muss Herr Beck nur noch drohen,daß er nicht mehr ins Internet geht (wie Frau Aigner mit Facebook ) wenn sich die gesammelte ausländische Porno und Gewaltvideo Industrie nicht selbst klassifiiert.
 

29.8.10
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Internet mit deutschen „Sendezeiten"??

Langsam wird das hier zum Datenschutzblog. Hatte ich garnicht geplant aber wenn man in dieses Thema einsteigt dann tuen sich ja Abründe auf. Die Intelligenz unserer Volksvertreter kann ja gar nicht niedrig genug eingeschätzt werden. Hier der neueste Gag.

"Öffnungszeiten für das Internet"

Im Arbeitsentwurf der Staatskanzlei von Rheinlandpfalz "Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages" steht dann

(1) Sofern Anbieter Angebote, die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern
oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen
Persönlichkeit zu beeinträchtigen, verbreiten oder zugänglich machen, haben sie
dafür Sorge zu tragen, dass Kinder oder Jugendliche der betroffenen Altersstufen
sie üblicherweise nicht wahrnehmen. Die Altersstufen sind:
1. ab 6 Jahren,
2. ab 12 Jahren,
3. ab 16 Jahren,
4. ab 18 Jahren.

Man muss also verhindern das Inhalte nicht von der entsprechenden Altersgruppe gelesen werden kann,  hmmm.

Weiter unten.

(5) Ist eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung im Sinne von Absatz 1 auf
Kinder oder Jugendliche anzunehmen, erfüllt der Anbieter seine Verpflichtung
nach Absatz 1, wenn das Angebot nur zwischen 23 Uhr und 6 Uhr verbreitet oder
zugänglich gemacht wird. Wenn eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung
auf Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren zu befürchten ist, erfüllt der
Anbieter seine Verpflichtung nach Absatz 1, wenn das Angebot nur zwischen 22
Uhr und 6 Uhr verbreitet oder zugänglich gemacht wird. Bei der Wahl der Sendezeit
und des Sendeumfelds für Angebote der Altersstufe „ab 12 Jahren“ ist
dem Wohl jüngerer Kinder Rechnung zu tragen.

WAS DENKEN SICH DIESE VOM VOLK BEZAHLTEN BEAMTEN EIGENTLICH?

Selbst in einem Entwurf wurde "wertvolle" Arbeitszeit von Beamten verschwendet und das die es überhaupt wagen so einen Entwurf zu veröffentlichen....

Das würde bedeuten das z.B. Youtube seine Videos klassifieren müsste und dann entweder ein Zugriffsverfahren oder eine zeitlich gesteuerte Veröffentlichung einstellen müsste. (mal angenommen die interessieren sich für so ein Quarkgesetz)

201003-oeffnungszeiten-internet.png

7.3.10
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Dies ist ein privater Blog von Hagen Bauer- berufstätiger Vater, Ehemann, Naturliebhaber, Läufer, Zelter, technikverliebt.


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