Beiträge zu dem Tag: “Datenschutz”

Ich habe ja nichts zu verbergen

das haben sich vielleicht auch einige Reporter vor dem G20 Gipfel gedacht. Nur leider vergessen viele das die Privatsphäre und die Freiheit auch durch gespeicherte falsche Daten gestört werden kann.

Nur nicht gespeicherte Daten sind gute Daten.

Die beiden Fälle machen klar, dass das BKA nach der zunächst nur peinlichen Posse am Rand des G20-Gipfels ein echtes Problem hat. Sprecher Plate betonte, trotz der bereits laufenden Aufarbeitung sei man “noch nicht am Ende des großen Prozesses bei der Datenqualität”. Schnelle Lösungen wollte er nicht versprechen, die Prüfung aller Datenbestände werde Jahre dauern.

31.8.17
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Ein Hammerurteil zu Whatsapp und Medienzeiten

Man kann mit Sicherheit über die Hintergrunde dieses Amtsgerichtsurteils streiten. Ob es wirklich sinnvoll ist das in Vater die getrennt lebende Mutter seines Sohnes in der Weise verklagt ist fragwürdig.

Aber das Urteil hat es in sich:

  • Wer den Messenger-Dienst “WhatsApp” nutzt, übermittelt nach den technischen Vorgaben des Dienstes fortlaufend Daten in Klardaten-Form von allen in dem eigenen Smartphone-Adressbuch eingetragenen Kontaktpersonen an das hinter dem Dienst stehende Unternehmen. Wer durch seine Nutzung von “WhatsApp” diese andauernde Datenweitergabe zulässt, ohne zuvor von seinen Kontaktpersonen aus dem eigenen Telefon-Adressbuch hierfür jeweils eine Erlaubnis eingeholt zu haben, begeht gegenüber diesen Personen eine deliktische Handlung und begibt sich in die Gefahr, von den betroffenen Personen kostenpflichtig abgemahnt zu werden.
  • Nutzen Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren den Messenger-Dienst “WhatsApp”, trifft die Eltern als Sorgeberechtigte die Pflicht, ihr Kind auch im Hinblick auf diese Gefahr bei der Nutzung des Messenger-Dienstes aufzuklären und die erforderlichen Schutzmaßnahmen im Sinne ihres Kindes zu treffen.

und weiter

Die Kindesmutter wird verpflichtet, von allen Personen, welche aktuell im Adressbuch des Smartphones ihres Sohnes E. gespeichert sind, schriftliche Zustimmungserklärungen dahingehend einzuholen

Na da bin ich ja mal gespannt welche Kreise das noch nach sich zieht.

26.6.17
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Privacy Einstellung einer Webseite prüfen

Durch einen Link auf kuketz-blog.de bin ich auf den Dienst von Webkoll aufmerksam geworden.

Dieser Dienst prüft die Einstellung des Webservers und der Webseite auf Einstellungen zum Schutze der Leser.

Für mich waren einige Header und NGinx Konfigurationen neu die man schnell implementieren kann.

4.9.16
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Datenschutz ist immer schön

gerade und ganz besonders in Krisenzeiten.

Unser Innenminister reiht sich ein in den Kreis der “Grundrechte können von der Regierung nach Lust und Laune abgeschafft werden” Anhänger.

Datenschutz ist schön, aber in Krisenzeiten – und darüber hinaus – hat Sicherheit Vorrang. (Thomas de Maizière)

Ein klares Nein hierzu.

Wozu ein Aufweichen der Grundrechte führen kann kann man gerade in Polen und Ungarn sehen.

Herr Döpfner vom Springer Verlag dagegen bringt es schön auf den Punkt:

Datenschutz ist schön, aber in Krisenzeiten hat die Sicherheit Vorrang. Ordentliche Gerichtsverfahren sind schön, aber in Krisenzeiten hat die Sicherheit Vorrang. Pressefreiheit ist schön, aber in Krisenzeiten hat die Sicherheit Vorrang. Die Menschenwürde ist schön, aber in Krisenzeiten hat die Sicherheit Vorrang. Der Zweck heiligt die Mittel? Eben nicht. Genau das macht den Rechtstaat aus.

Vor allem wenn fast immer nachher klar wird, dass es staatliche oder polizeiliche Fehler gewesen sind die einen erheblichen Anteil hatten. Wir haben nicht zu wenig Daten, wir gehen falsch damit um.

24.3.16
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Datenschutz bei Bodycams der Polizei

Aus mir unverständlichen Gründen ist die Rechtslage bei Dashcams im Auto immer noch nicht geklärt. Ich verstehe das man nicht einfach den ganzen Verkehr filmen darf und Videoaufnahmen von unbeteiligten einfach veröffentlichen darf.

Das aber Aufnahmen in einem spezifischen Fall eine Verkehrsunfalls nicht erlaubt sein sollen erschließt sich mir nicht.

Wenn man das aber so will, wie kann man Polizisten mit Bodycams ausrüsten?

Für mich ist das eine weitere Form der anlasslosen Videoüberwachung der Bürger.

von Fernost - Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

30.1.16
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Frau Bundeskanzlerin, bitte dementieren Sie schnell

das Sie wirklich folgendes gesagt haben

Hier müssen wir jetzt aufpassen, dass der Datenschutz nicht die Oberhand über die wirtschaftliche Verarbeitung der Daten gewinnt

Sie haben doch nicht wirklich gesagt das wirtschaftliche Interessen über dem Selbstbestimmungsrecht der Bürger stehen.

Das haben Sie doch so nicht gemeint. Bitteee

2.11.15
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Herr Winterkorn: Das sind nicht Ihre Daten.

Da sollte Herr Winterkorn mit seiner VW Führungsriege aber mal einen Lehrgang in Datenschutz besuchen. Denn einen guten Dienst des Vertrauens in die Vertrauenswürdigkeit der Autokonzerne hat er sich da nicht geleistet

Weil sie natürlich erkannt haben, dass ein Automobil Daten liefert, die sie nicht haben. Aber ich betone immer wieder: Das sind unsere Daten und nicht die Daten von Google oder Apple.”

Herr Winterkorn: Haben Sie eigentlich die letzten Monate in einer Höhle gelebt? Das sind nicht Ihre Daten. Das sind die Daten Ihrer Kunden!!!

16.9.15
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Nein, unsere Behörden handeln nur nach Recht und Gesetz

und wenn nicht kann man Gesetzesbrüche ja nachträglich legitimieren.

Worum geht es diesmal? In einer Pressemittleiung gibt das Bundesverfassungsgericht bekannt:

In einem Normenkontrollverfahren auf Antrag des Berliner Senats hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mit heute veröffentlichtem Beschluss die Löschung der im Rahmen des Zensus 2011 erhobenen Daten vorläufig gestoppt.

Was ist passiert? Es gab einen “Zensus” mit dessen Ergebnis das Land Berlin nicht einverstanden ist und dessen Daten eigentlich schon gelöscht sein müssten. Im Gesetz über den registergestützten Zensus im Jahre 2011 stand im §19

Die Erhebungsunterlagen sind nach Abschluss der Aufbereitung des Zensus, spätestens vier Jahre nach dem Berichtszeitpunkt zu vernichten.

Berichtszeitpunkt war de 9. Mai 2011 und nach Adam Riese hätten also alle Daten eigentlich bis zum 9.5.2015 gelöscht sein müssen. Jetzt könnte man die Einsprüche aber nicht mehr prüfen wenn die inzwischen illegal gespeicherten Daten gelöscht werden.

Was also tut man: Illegale Daten nachträglich zu legalen Daten erklären.

Vor allem diese Formulierung gibt mir zu denken

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts beruht auf einer Folgenabwägung: Die längere Datenspeicherung führt zu einer Vertiefung des Eingriffs in das Recht der betroffenen Bürgerinnen und Bürger auf informationelle Selbstbestimmung, der jedoch von verhältnismäßig geringem Gewicht ist. Demgegenüber haben die Vorteile, die die einstweilige Anordnung für die Rechtsschutzmöglichkeiten der Gemeinden mit sich bringt, ein erheblich höheres Gewicht.

Für mich heißt das: Wenn die staatlichen Behörden Mist bauen kann man schon mal die Gesetze missachten und den gesetzlich verankerten Datenschutz mal so außer Kraft setzten.

Volkszählung Datenlöschung

6.9.15
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"Privatsphäre" bei Samsung Smart TVs

Falls jemand einen “smarten” Samsung Fernseher hat und die Sprachsteuerung verwenden möchte sollte er vielleicht noch mal einen Blick in das Kleingedruckte werfen:

Please be aware that if your spoken words include personal or other sensitive information, that information will be among the data captured and transmitted to a third party through your use of Voice Recognition.

Es scheint als ob man sich damit auch eine Wanze ins Haus stellt.

7.2.15
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Wir lieben Überwachung

Eine sehr schön gemachte und treffende Übersicht

alternate-text

12.12.14
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Ich lach mich tot: "Zerschlagung von Google ist denkbar"

Is klaar ne. Gerade gibt es mal wieder eine erhöhte Berichterstattung zur NSA und der unglücklichen Rolle unserer Regierungen und schon wird wieder eine Nebelkerze in die Luft geschossen.

Diesmal springt unser Tiger Herr Justizminister Maas ab und droht wieder mit einer Zerschlagung von Google.

Bundesjustizminister Heiko Maas warnt Google: Falls der Konzern seine Dominanz ausnutze, um Wettbewerber zu verdrängen, würden Kartellwächter eingreifen.

Super, das ist auf demselben Niveau wie unser (glücklicherweise) ehemalige Verbraucherschutzministerin Aigner. Mit deren Ausscheiden bei Facebook und den nachfolgenden Ankündigungen ist die gute Dame ja auch als Bettvorleger gelandet.

Er könnte ja mal ganz praktisch mit einer Reduzierung der Marktmacht von Google beginnen in dem er allen deutschen Ministerien die Nutzung von Google Diensten verbieten würde. Das wäre doch mal ein echter Anfang und ein Zeichen.

Oder wie wäre es wenn sich Herr Maas mal mit den nachweisbaren Verletzungen deutscher Rechte durch ausländische Geheimdienste befassen würde?

Aber dazu fehlt im wohl der Mumm in der Hose.

29.6.14
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Datenauskunftsersuchen: Zwischenstand

Weitere Antworten auf meine Anfrage zu den gespeicherten Daten sind eingetroffen.

Als erste Erfahrung kann ich schon mal sagen. Schickt auf jeden Fall eine beglaubigte Kopie Eures Ausweises mit, dann müsste Ihr später nicht noch mal einen Brief senden.

Status:

  • Boniversum : Nach 5 Tagen fertig

  • BKA: Nach 5 Tagen: Rückfrage Kopie Personalausweis - weitere 6 Tage fertig

  • Bundespolizei: Nach 9 Tagen fertig

  • Bundesamt für Justiz: Offen

  • Zollkriminalamt: Nach 10 Tagen: Rückfrage Kopie Personalausweis

  • SCHUFA Holding AG: Offen

  • Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen: Nach 10 Tagen fertig

  • Verfassungsschutz NRW: Nach 10 Tagen: Rückfrage Kopie Personalausweis

5.5.14
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Datenauskunftsersuchen: Der Sieger steht fest

Die ersten Antworten auf meine Anfrage zu den gespeicherten Daten sind eingetroffen.

Der Gewinner ist Boniversum. Das BKA hat auch reagiert und will eine beglaubigte Kopie des Personalausweis.

Status

  • Boniversum : Nach 5 Tagen fertig

  • BKA: Nach 5 Tagen: Rückfrage Kopie Peronsalausweis

  • Bundespolizei: Offen

  • Bundesamt für Justiz: Offen

  • Zollkriminalamt: Offen

  • SCHUFA Holding AG: Offen

  • Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen: Offen

  • Verfassungsschutz NRW: Offen

15.4.14
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Per Auskunftsersuchen erfahren welche Daten über Euch gespeichert sind

Auf dieser Seite könnt Ihr euch automatisch Auskunftsersuchen erzeugen lassen mit denen Ihr bei Polizei und Verfassungsschutz nach den Daten anfragen könnt die über Euch gespeichert sind.

Acht solche Briefe sind heute rausgegangen.

Ein paar Auskunfsersuchen

9.4.14
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Hilft nur noch Notwehr gegen die NSA?

Ein sehr interessanter Aspekt wird auf der Zeit thematisiert. Wenn ich als Bürger das Recht besitze im Rahmen der Notwehr einen rechtswidrigen Angriff auf meine Rechte abzuwehren - warum könnte man nicht hingehen und zum Beispiel die Stromversorgung von Lauschposten der NSA in Deutschland einfach abzutrennen?

Geregelt ist sie in Paragraf 32 des Strafgesetzbuchs und in Paragraf 227 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Diese Vorschriften erklären jede Verteidigungshandlung für rechtens, "die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden." Damit ist ausgesprochen, dass das Recht dem Unrecht nicht weichen muss und rechtswidrige Eingriffe in die eigene Freiheitssphäre oder die Freiheit anderer Personen notfalls gewaltsam zurückgewiesen werden dürfen.

Wenn das Schule machen sollte dann könnte die Untätigkeit der deutschen Regierung dazu führen das "der Mob" in Deutschland Angriffe auf amerikanische Abhöhreinrichtungen erzeugt. Und das mit Recht

Na das wäre doch mal was

22.1.14
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Gut das wir so klasse Richter haben

die so richtig viel Ahnung von IT haben wie man gerade bei der Redtube Ermittlungen sehen kann

Denn das Gutachten sagt nichts darüber, woher die IP-Adressen kommen oder wie Gladii arbeitet.

und ist ja auch beruhigend zu wissen das diese gut ausgebildeten Richter das letzte Bollwerk vor der Nutzung der gespeicherten Daten sind



20.1.14
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Ein Appell für eine zukünftige Gewaltenteilung im Internet

Einige sehr interessante Gedanken zur aktuellen "Public Private Surveillance Partnership".

Die Kriminellen haben es zu Beginn des Internets geschafft das neue Medium für die illegalen Zwecke zu missbrauchen und der Staat geriet ins Hintertreffen. Es brauchte 10 Jahre bis die Polizei den Kriminellen hinter herkam.

Jetzt aber haben Sie den Vorsprung aufgeholt und jetzt mehr einsetzbare Macht als vor dem Zeitalter des Internets. Die Kleinen sind zwar schneller die Möglichkeiten auszunutzen. Die Großen brauchen zwar länger sind dann aber um so mächtiger.

Nur die technisch Versierten können dieser Überwachungsmacht ausweichen. Die Werkzeuge  sind da aber nur schwer zu bedienen. Die Masse ist allerdings in der Mitte und hat nicht diese Möglichkeiten.

Und das wird noch schlimmer wenn die Technologie sich weiterentwickelt.

Schneier zeigt drei Wege auf, die aus dieser Situation führen können.

Wir müssen uns aber einsetzen für eine ausgeglichene Balance zwischen institutioneller und verteilter Macht.

Jeder ist gefordert

201013-bruce-schneier-kräfte-ausgleich-im-internet.png


 

21.10.13
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Nein, unsere Behörden handeln nur nach Recht und Gesetz

betont unser oberster Wök-Betriebüberwacher Innenminister Friedrich immer wieder. Ihr könnt uns vertrauen.

Wie fern diese Sichtweise von der Realität ist, kann man aktuell in Niedersachsen beobachten.

Da werden auch schon mal Journalisten überwacht. Einfach so. Interessant wird es wenn dann mal diese Daten in die USA geliefert werden und man einfach aus Versehen auf der NoFlight Liste landet.

201309-verfassungsschutz-beobachtet-journalisten.png


 

20.9.13
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Einen lokalen Tor Proxy unter Debian einrichten

Hat man einen lokalen Debian Server laufen kann man recht einfach einen Proxy einrichten der die Anfragen in das WWW über das Anonymisierungsnetzwerk Tor laufen lässt.

Die Basispakete werden so installiert

apt-get install privoxy tor

Die privoxy Konfiguration muß dann noch so geändert werden, das Zugriffe aus dem lokalen Netzwerk möglich sind und neu starten

vi /etc/privoxy/config

        listen-address  192.168.xxxx.yyy:8118
        forward-socks5   /               127.0.0.1:9050 


/etc/init.d/privoxy restart

Dann in den Firefox Einstellungen diesen Proxy Server eintragen und auf https://check.torproject.org/ prüfen ob alles richtig läuft

201306-tor1.png201306-tor2.png

 

17.6.13
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Sichere Entsorgung von Festplatten

Es gibt nur eine sichere Möglichkeit Festplatten zu entsorgen.

201305-sichere-festplatten-entsorgung.png

22.5.13
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Höchst unbefriedigend

findet der Datenschutzbeauftragte die "Leistungen" der Bundesregierung zum Datenschutz in den letzten beiden Jahren

Leider wurde die überfällige Modernisierung des Datenschutzrechts in der deutschen Politik – entgegen wiederholter Ankündigungen der Bundesregierung – nicht angegangen.

Warum überrascht mich das eigentlich nicht? Wer war noch mal für den Datenschutz zuständig...?

201304-bericht-schaar.png

*

24.4.13
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Datenschutzbeauftragter wird vom BKA bei Staatstrojaner behindert

Ein putziger Fall wie ernst es mache Strafverfolgungsbehörden mit dem Datenschutz nehmen.

Das BKA beauftragt eine Firma die Software zu Quellenüberwachung zu erstellen. Jetzt kommt der Datenschutzbeauftrage und möchte kontrollieren (§ 24 Abs . 1 und Abs. 2 BDSG)

(1) Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit kontrolliert bei den öffentlichen Stellen des Bundes die Einhaltung der Vorschriften dieses Gesetzes und anderer Vorschriften über den Datenschutz.

Und dann geht das garnicht. Ooch. Wir haben ja garnicht den Quellcode der Software.

Damit verhindert das BKA eine Datenschutzkonforme Kontrolle weil versäumt wurde den Quellcode für die Software zu bekommen.

Aber Herr Innenminister Friedrich sagt ja immer so schön. "Vertraut uns wir machen nichts böses"

26.1.13
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CCC Kongress: Not my department [29c3]

"Not my department" - Das ist nicht meine Baustelle, das geht mich nichts an. Ein extrem beeindruckender Vortrag mit einem Aufruf den erkennbaren Ansätzen einer Überwachungsgesellschaft entgegen zu wirken.

Apfelbaum zeigt sehr deutlich auf das das, was die NSA macht nicht nur wichtig ist für die USA. Es ist essentiell für die Informationsverarbeitung der ganzen Welt. Die NSA dürfte theoretisch keine amerikanischen Bürger überwachen (was sie vermutlich tut). In der Konsequenz heißt das aber, dass die gesamte im Aufbau befindliche Infrastruktur gegen uns "Nicht Amerikaner"ausgerichtet ist. Er geht trotz seiner persönlichen Erfahrungen noch davon aus, dass entscheidenden Weichen zu einer totalen Überwachung noch umgestellt werden können. Die Mitarbeit an Opensource Projekten oder das Betreiben eine Tor Relay ist aus seiner Sicht ein Beitrag im Kampf gegen diesen Überwachungsstaat.

Auch wenn ich nicht mit allen vorgetragenen Aspekten übereinstimme so bin ich beeindruckt von seinem Aufruf  für das Recht auf Anonymität und für den Schutz der Personendaten zu kämpfen

Extrem beeindruckend. Sollte sich jeder mal ansehen der sagt: "Ich habe nichts zu verbergen"

201301-not-my-department.png

 

20.1.13
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Es gibt keinen digitalen Radiergummi

Besser als auf dieser Titelseite kann man es nicht zusammenfassen. Vielleicht liest diese EU Studie ja doch mal einer der politische Entscheidungen treffen muss.

For any reasonable interpretation of the right to be forgotten, a purely technical and comprehensive solution to enforce the right in the open Internet is generally impossible. An interdisciplinary approach is needed and policy makers should be aware of this fact.

 

201211-recht-auf-digitales-vergessen.png

 


 

22.11.12
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Facebook und Payback?

eine tolle Vorstellung. In Deutschland ist so etwas noch nicht geplant aber in Amerika plant Facebook die Anbindung einer Firma zu Auswertung von Online Werbung mit "Offline" Einkäufen. Dann weiß Facebook oder ein Werbetreibender ob ein Nutzer auf Facebook nach einer Werbung auch "in echt" eingekauft hat.

Tolle Vorstellung. Facebook erfährt was ich im DM Markt einkaufe. Wenn ich noch Payback hätte würde ich spätestens mein Konto löschen

Frau Aigner, Ihr Auftritt 3 - 2 - 1

 


 

24.9.12
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Fussball EM Halbfinale war wohl wichtiger als Datenschutz

Ein Lehrstück des deutschen Parlamentarismus. Während die Mehrzahl der Bundestagsabgeordneten die Niederlage der Deutschen Fußballnationalmannschaft verfolgten hat eine kleine Schaar von Abgeordneten in 57 Sekunden ganze 2 Lesungen mit Beratung durchgezogen.

Ich hatte an dieser Stelle letzte Woche darüber geschrieben.

Und jetzt mit einer Woche Verzögerung kommen alle Scharlatane aus den Löchern und beklagen das Gesetzt das sie selber genehmigt haben.

Da muss sich keiner Wundern das Politikverdrossenheit zunimmt.
 

201207-meldegesetz.pngVideo zum Download (Falls der Bundestag diesen Abschnitt mal "verlieren" sollte)

8.7.12
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Datenschutz: überall - nur nicht beim Staat

Eigentlich sollte es einfach sein. Die Daten dürfen nur für den Zweck verwendet werden für den Sie erhoben worden sind. Jede andere Verwendung bedarf der Zustimmung des Betroffenen. Ausserdem besteht ein Widerspruchsrecht.

Tja, so war das mal. Zwar kümmern sich unsere Verbraucherschützer medienwirksam um Facebook aber den Datenschutz im eigenen Bereich lassen Sie links liegen.

Deshalb gibt es jetzt ein Gesetzt das es den Meldeämtern erlaubt die Meldedaten an die Werbeindustrie zu verkaufen. War ja eh schon langjährige Praxis. Und als Krönung wurde das Widerspruchsrecht praktisch ausgehebelt. (z.B. hier)

Klasse Leistung.

3.7.12
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Frau Aigner: pro-aktiv, re-aktiv und post-mortem

Klasse Frau Aigner, schön das Sie auch aufgewacht sind. Seit Ende Januar gibt es die Ankündigung von Google zu den neuen Datenschutzbestimmungen. Alle haben sich bemerkbar gemacht. Nur unsere Verbraucherschutzministerin erwacht 4 Tage nach dem die Regeln gelten aus dem Dornröschenschlaf.

Warscheinlich dachte Sie: Wenn der andere bayrische Minister eine Glanzleistung vollbringt darf Ich doch nicht fehlen.

Und auch Sie beweist sofort das über enorme Detailkenntnisse verfügt.

So verspielt man Vertrauen. Es bleibe völlig unklar, welche Informationen aus welchen Diensten zu welchem Zweck miteinander verquickt würden.

Frau Aigner: das ist doch ganz einfach: Alles wird mit allem verknüpft um Nutzerprofile zu erstellen. Warum begreifen Sie das denn nicht?

4.3.12
Weitere Beiträge zu: Datenschutz   Google  

Bombe, Rakete, Atom

Ein echtes Highlight der Intelligenz. 37 Mio Emails nach solchen Begriffen durchsuchen und glauben das man echt was findet. 213 Hinweise. Vielleicht hätte man mal die Ressourcen auf was Sinnvollem verwendet und man hätte was gefunden.

Im Gegensatz zu den hirnlosen Vorstellungen mancher Staatsschützer werden die richtigen Terroristen Ihre Emails verschlüsseln. Falls jemand diesen Text liest: Verschlüsseln ist z.B. hier erklärt.

Wahrscheinlich hat man deswegen keine Zeit gehabt das Zwickauer Neonazi-Trio zu fangen weil man zu beschäftigt war die ganzen Emails zu lesen.

Meine Güte. Aber der Staat hat wirklich zu wenig Möglichkeiten. Ja Ja...

25.2.12
Weitere Beiträge zu: Datenschutz  

Am deutschen Wesen sollen die Kekse der Welt genesen.

so zumindest stellt sich das die SPD vor. In einem Gesetztentwurf fordert die SPD auf das Telemediengesetzt so zu ändern, das ein Benutzer vor dem Setzen eines Cookies um Erlaubnis gefragt werden muss. Süsss nicht wahr. Ist eigentlich schon mal ein ausländischer Webseitenbetreiber verklagt worden weil er der Informationspflicht nicht nachgekommen ist?

Was sollen solche Gesetze die in einem weltweiten Netz eh keine Beachtung finden. Der Benutzer muss sich eh auf die Cookies einstellen. Da bringen doch deutsche Regelungen kaum einen Mehrwert. Außer natürlich für die Abmahnindustrie.

Die gute SPD ist für die Vorratsdatenspeicherung möchte aber die Bürger vor Cookies schützen. Irgendwo habe ich da eine Verständnislücke

201201-spd-.png

1708454.pdf

 

 

25.1.12
Weitere Beiträge zu: Datenschutz   Schaumschläger  

So ist es artig

Na das hat ja nicht lange gedauert. In einem drradio Interview hat sich Frau Aigner über die Neuerungen bei Facebook geäussert. Im wesentliche nichts neues.

Aber den fand ich dann doch gut. 

Wuttke: Das heißt, bei Facebook ist man nicht wirklich auf Sie zugegangen und von Timeline hat man Ihnen nichts erzählt?

Aigner: Nein, das wurde mir nicht gesagt, sondern es war eigentlich das Angebot, dass man eher über die Frage spricht, wie man die Medienkompetenz von Jugendlichen weiter stärkt. Aber über dieses wichtige Projekt wurde mir nichts gesagt - was nicht in Ordnung ist.

Der Zuckerberg hat Ihr nichts erzählt über seine neuen Pläne zur Timeline. Och mannoo.

Und dieser Satz verdeutlich ziemlich gut mit welche Nachdruck und Intensität Sie daran arbeitet.

Also jetzt würde ich erst mal sagen, dass die schon vorhandenen Daten noch mal gesammelt werden,

25.9.11
Weitere Beiträge zu: Datenschutz  

Neuerungen bei Facebook? Ihr Auftritt Frau A.

Facebook kündigt an weitere Daten der Nutzer zu sammeln.

Der Datenschützer Caspar hat auch schon etwas gesagt.

Mal warten wie lange es dauert bis Frau Aigner sich meldet. 3 2 1

24.9.11
Weitere Beiträge zu: Datenschutz  

Und natürlich belt der Pawlowsche Hund

Frau Aigner fordert Facebook zu mehr Datenschutz auf. Hat eigentlich recht lange gedauert. Seit gestern morgen bekannt, heute die Reaktion. Und gleich mit voller Breitseite

Der Fall zeigt erneut, dass das weltweit größte Soziale Netzwerk den Schutz privater Daten sträflich vernachlässigt“

Das finde ich dann doch etwas übers Ziel geschossen. Schließlich war es hier ein nicht aktzeptabler Fehler und keine beabsichtigte Aktion zur "Ausbeutung der Daten".

Und dann noch der ministerielle Hinweis

Die Ministerin empfahl allen Nutzern, „sparsam“ mit ihren persönlichen Daten umzugehen und sich mit den Datenschutzregeln der Anbieter im Internet vertraut zu machen, bevor sie dort Informationen veröffentlichen. „Als Konsequenz aus der Datenpanne sollten Facebook-Nutzer zur Sicherheit ihr persönliches Passwort ändern“, empfahl Aigner.

Boah - bin ich froh das wir eine solche Verbraucherschützerin haben. Da hat man natürlich keine Zeit sich mit Lapalien wie dem Schutz der Verbraucher vor schlechten Nahrungsmitteln zu kümmern.

12.5.11
Weitere Beiträge zu: Datenschutz  

Facebook und Sicherheitslücke in einer Schlagzeile? Ihr Auftritt Frau A.

Bei Facebook wurde heute morgen gemeldet das Werbekunden unerlaubt Zugriff auf Nutzerdaten hatten. Mal warten wie lange es dauert bis Frau Aigner sich meldet.

3 2 1 ...

11.5.11
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Warum man bei "kostenlos" ins Grübeln kommen sollte

Warum muss ich grad an Facebook und Frau Aigner denken? ;-)

2010-12free-model.jpg

Geek and Poke - Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 License

21.12.10
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Meldeämter verdienen Geld mit Adressen

Einige Meldeämter der  Kommunen scheinen eine Menge Gebühren damit zu verdienen, daß sie Adressanfragen von professionellen Addresshändlern beantworten. Wiso berichtete. Alles nach dem Motto:

Wir sind eine Meldebehörde und wir beantworten Anfragen an das Melderegister

Im Prinzip scheint das rechtlich korrekt zu sein. Wenn aber bis zu 1000 "Einzelanfragen" an einem Tag kommen finde ich das schon sehr merkwürdig. Ist es wirklich im Sinne des Datenschutzes und der "verwalteten" Bürger wenn Ihre Addressdaten in massenhaften Einzelanfragen zum Verkauf rausgegeben werden.

201010-datenhandel-meldeamt.png

Aber unser Frau Aigner beschäftigt sich lieber mit dem "Meldeamt der Welt (Facebook)" als mit den Meldeämter in Deutschland. Es ist nämlich einfacher den Datenschutz bei Facebook anzuprangern als in Deutschland wirklich was zu bewegen
 

5.10.10
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Wie nennt man die Distanz zwischen einem Tiger und einem Bettvorleger

Die Antwort

Einen Aigner

Vollmundig mit Gesetzesforderungen gegen Google Streetview gestartet. Angetreten das Internet zu bändigen.

Eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft reiche nicht aus!!!

Dabei bewusst existierende Dienste wie Bilderbuch Köln ignoriert

Und heute, auf dem Goedaten Gipfel:

Zunächst aber soll sich die Branche selbst einen Datenschutz-Kodex überlegen.

Sie können nur froh sein das Begriffe wie erfolgsabhängige Bezahlung bei Politikern und Beamten ein Fremdwort sind. Sonst würden Sie dieses Jahr weniger verdienen.

Damit bekommen Sie als Zeichen meiner gesunkenen Anerkennung nicht mehr nur den Schaumschläger Award. Nein - Für Sie definiere ich den neuen

Bettvorleger Award

Bettvorleger.jpg

20.9.10
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E-Postbrief der deutschen Post - nicht so sicher wie ein echter Brief

Also wie schon bei ELENA wird auch bei der Post mit dem Punkt Sicherheit "ein wenig" ungenau umgegangen.

Aus den AGBs

9.1 Grundsätzlich werden alle E-POSTBRIEFE verschlüsselt verschickt (Portalverschlüsselung), d. h. die elektronischen Nachrichten werden innerhalb einer gesicherten Leitung transportiert. Die Verbindungsstrecke vom Anwender zum E-POSTBRIEF System ist verschlüsselt. Auch die Ablage erfolgt verschlüsselt. Absender und Empfänger können somit sicher sein, dass der Schriftwechsel nicht von unberechtigten Dritten eingesehen oder gar verändert werden kann.

Irgendwo auf dem Weg muss dann doch die Nachricht entschlüsselt werden. Wie sonst könnte man
dies machen?

9.3 Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Deutsche Post AG mit dem E-POSTBRIEF zum Telekommunikationsdiensteanbieter wird und somit den speziellen gesetzlichen Vorgaben, z. B. des TKG und TKÜV, unterliegt. Folglich ist sie im Rahmen der engen gesetzlichen Vorgaben zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zur Herausgabe einer Nachricht – ggf. unverschlüsselt – vor allem an Verfassungsschutzbehörden verpflichtet.

Also was denn nun? Wenn ich die Post mal als einen unberechtigten Dritten auffasse. Die Post ist in Ihren AGBs schon verdächtig ungenau. Ein unberechtigter Dritter (nämlich die Post) kann die Mail einsehen

23.7.10
Weitere Beiträge zu: epostbrief   DeMail   Datenschutz  

Frau Aigner - bitte den Therapeuten verklagen und nicht Facebook

Nach dem der Verbraucherschutz bei den Bahnkunden wohl dem Verkehrsminister zur medialen Ausschlachtung überlassen wurde hat sich Frau Aigner wieder an Ihre KernInkompentenz erinnert. Ihr Kampf gegen Facebook.

Heute im Focus

Die Firma ließ eine Software entwickeln, um Kontaktdaten von iPhones direkt auf Facebook zu übertragen. „Wenn meine engsten Mitarbeiter beispielsweise ihr iPhone synchronisieren würden, landet meine geheime Handynummer samt Mail-Adresse bei Facebook, ohne dass ich es erfahre.“

Nein??? Wirklich???? Aber moment mal. Wer hat den die geheime Telefonnummer von Frau Aigner gespeichert? Das war ja wohl Ihr Mitarbeiter. Man sollte sich schon überlegen wem man welche Daten gibt. Und was bitte kann Facebook dafür das Sie so intelligente Mitarbeiter haben. Wahrscheinlich dieselben die Sie für dieses Interview vorbereitet haben.

Aber es kam ja noch besser

Ein Psychotherapeut war besorgt, weil seine Patienten Listen von Freundschaftsvorschlägen bekamen, auf denen auch die Namen weiterer Patienten auftauchten.

Heist das der Psychotherapeut hat die Daten seiner Patienten mit Facebook synchronisiert? Ist der Gaga? Wer verklagt eigentlich den Therapeuten?

Und dann dies hier

„Ich habe ein Problem damit, wenn ein Teil der Gewinne von Facebook auf der Verletzung bestehender Gesetze beruht“,

Also ich bin ja kein Jurist aber erstes kenne ich keinen Abschnitt im Datenschutz der einem Unternehmen verbietet das deren Kunden Adressdaten speichern. Zweitens: wenn ich was übersehen haben sollte dann möchte ich auch, daß Frau Aigner Strafanzeige gegen Xing erstattet. Ich weiss das - ist nicht genau dasselbe und das könnte für Frau Aigner zu kompliziert sein. Aber Xing bietet schon seit langem eine Funktion wo man sich sein lokales Adressbuch mit Xing synchronisieren kann. Frau Aigner - kurzer Hinweis:  das ist fast dasselbe.

20100717-xing-address-book-facebook.png

Wann fangen unsere Medien eigentlich an diesen Quatsch mal kritisch zu hinterfragen.

17.7.10
Weitere Beiträge zu: Schaumschläger   Datenschutz  

Wir Speichern Nicht!

wirspeichernnichtsiegel.pngSeit kurzem darf ich das offizielle Logo von "Wir Speichern Nicht!" verwenden. Beim Zugriff auf diesen Blog werden die Zugriffsdaten ausschließlich und vollständig anonymisiert in die Logdateien des Webservers gespeichert. Es erfolgt keine Speicherung der IP-Adressen sowie personenbezogener oder personenbeziehbarer Daten in den Logdateien.

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses musste ich dabei zwei Dinge anpassen. Technisch habe ich durch ein Modul mod_remove_ip  den Apache Webserver eingerichtet keinerlei IP-Adressen in den Logfiles zu speichern.

Auf der inhaltlichen Seite führt das aber auch dazu das ich nicht so einfach externe Inhalte wie zum Beispiel youtube Videos einbinden kann. So ein schön eingebettes Video von youtube wird nämlich von deren Server geladen und auch protokolliert. Über diesen Weg erfährt Google wer wo auf meinen Seiten etwas liest. Ich werde einfach ein Bild des Videos verlinken mit dem YouTube Eintrag. So kann jeder Leser selbst entscheiden ob sein Zugriff bei Youtube/Google mitgeschrieben wird.

Das ist zwar nicht so schön aber im Vergleich zu dem Schutz der Privatspähre meiner Leser eine für mich akzeptable Einschränkung. Ich hoffe meine Leser sehen das auch so.

Welche Bedenken hatte ich selbst am Anfang?

  • Einschränkung des Zugriffs zur Abwehr von Spam

Es gibt einige Verfahren die auf Datenbanken von verdächtigen IP Adressen oder IP Adressräumen basieren und den Zugriff von diesen Adressen sperren. Und die sind auch nicht schlecht. Aber am Ende des Tages kann man das Wettrennnen nicht gewinnen. Es ist gut wenn man zumindestens das macht. Aber Sicherheit bringt das nicht. Lieber mit ModSecurity den Server absichern.

  • Nachvollziehbarkeit bei Angriffen.

Am Anfang dachte ich: "Dann kann ich nicht sehen wer meinen Server angegriffen hat" Stimmt. Kann ich nicht mehr. Aber mal ehrlich. Wenn jemand erfolgreich in mein System einbricht - habe ich dann ernsthaft vor mich auf die Suche danach zu begeben? Zweimal hatte ich erfolglose Angriffe die aus einer deutschen Universität kamen. Bis heute kamen die Masse der Angriffe aus dem Ausland. Will ich wirklich versuchen herauszufinden wer der Besitzer einer türkischen / rumänischen / chinesischen ...... IP Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt war. Wohl nicht.

Und je nach dem welchen Rechtsanwalt man befragt wird man höhren, daß man sogar gesetzlich verpflicht ist keine IP Adressen zu speichern (Auch wenn das immer noch umstritten ist). Insofern: macht auch mit wenn Ihr könnt.


 

21.6.10
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ELENA: Gesundheits- und Gehaltsdaten aus einer Hand

Nachdem mir bei der Recherche zum Thema "Sicherheit" schon einiges an staatlich verbreitetem Quatsch aufgefallen ist hat mich mal interessiert:

"Wer verwaltet denn die Daten die bei ELENA gespeichert werden"?

Wo genau liegen die denn? Im Sozialgesetzbuch (SGB) steht.

Die Aufgaben werden der "Informationstechnischen Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung" übertragen. 

Ups. Das ist ja wohl nicht die Stelle die auch meine Gesundheitsdaten hält? Doch - genau so ist es: Gesellschafter der ITSG sind:

201006-elena-wer-haelt-die-daten-itsg.pngDas heist es gibt dan E I N E !!!! Stelle die sowohl meine Gesundheitsdaten als auch meine Gehaltsdaten hat. Ein Alptraum für die Datensicherheit und den Datenschutz. Obwohl. Vielleicht spart der Staat zukünftig Geld wenn der die Daten der Bürger abfragen muss. Gesundheits und Gehaltsdaten aus einer Hand.

7.6.10
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Schon mal gescroogelt?

scrooge3.gifScroogle scheint mir eine interssante Sache zu sein. Ich bin auf diesen Dienst aufmerksam geworden als ich mir in Piwik die Zugriffe auf meinen Blog angeschaut hatte.

Scroogle stellt eine Art Vermittler zwischen dem Benutzer und Google dar. Suchanfragen werden nicht gespeichert und somit sind Nutzeraktivitäten bei Google nicht bekannt. Google kann also nicht herausfinden, das sich einzelne Benutzer für gewisse Themengebiete interessieren und entsprechende Werbung bereitstellen oder sonstige Rückschlüsse auf die einzelne Person ziehen.

Die Anfragen werden von Scroogle auch verschlüsselt. (Nur für die wenigen die vielleicht im Büro bei Google was suchen und nicht wollen das der Arbeitgeber dieses Anfragen aufzeichnet. :-) Man bekommt die Ergebnisse auch ohne Werbung angezeigt.

Stellt sich natürlich die Frage was Sroogle mit den Daten macht, die jetzt von Scroogle erhoben werden können. Hinter dem Dienst steht Daniel Brandt der auch Google Watch betreibt und als umstrittener Kritiker von Google bekannt ist. Die Logs sollen alle 48 Stunden gelöscht werden.

Hier wird eine Suchbox in Firefox eingerichtet

 

20.5.10
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Berufsverband der deutschen Teckelbesitzer kritisiert Datenschutz bei Facebook und Google

ne natürlich nicht aber langsam wird es lächerlich.

Jeder muss inzwischen was zu Datenschutz und sozialen Netzwerken sagen. Jetzt auch Ökotest  Als ob es nicht schon alle wissen müssten.

Frau Aigner: Ihr Auftritt. Wann löschen Sie eigentlich ihr Facebook Profile?

30.4.10
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Lex Google Streetview : die Hamburger - die haben es ja echt drauf

201004-lex-google-streetview-datenschutz-gesetz.jpgHamburg wird wirklich zum Mekka der staatlichen und juristischen IT (In)kompetenz (hier hat sich schon der Datenschutzbeauftragte und das Landgericht besonders hervorgetan). Aber jetzt. jetzt kommt der Justizsenator Till Steffen.

Die "gute" Nachricht. Endlich befasst sich mal jemand mit dem Thema auf eine "professionelle" Art und Weise mit einem Gesetzesvorschlag und nicht durch blablabla wie unsere Frau Aigner. In einem Gesetz soll z.B. geregelt werden:

Unternehmen werden verpflichtet, Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich zu machen, bevor die Bilder ins Internet eingestellt oder im Rahmen eines anderen Dienstes (z.B. Navigationssystem) bereitgestellt werden;

oder

"Hauseigentümer und Mieter haben ein uneingeschränktes Widerspruchsrecht gegen die Abbildung des Gebäudes und damit Schutz vor Missbrauch;

So weit so gut. Damit könnten wir als Bürger gegen die Abbildung von eigenen Häuser klagen und unser Recht einfordern. Toll. Alle schreien Hurra.

Aber zeigt das nicht auch sehr schön auf wie aufgrund von tagespolitischen Ereignissen eine ungeahnte Detailregelungswut im deutschen Recht entsteht? Für Google Streetview wird ein Gesetz gebaut das sofort auch andere Möglichkeiten auf den Plan ruft. Ein Beispiel:

Gestern habe ich mit Freude das Video von meinem Marathon Zieleinlauf gesehen. Jetzt tauchen auf dem Video natürlich andere Zuschauer auf und auch Häuser sind zu erkennen. Der Hauseigentümer könnte widersprechen. Ein zufällig gefilmter Zuschauer könnte der "Ausstrahlung wiedersprechen". Und bitte nicht jetzt kommen mit "Das gesetzt gilt ja nur für Google Streetview. Das andere ist damit nicht gemeint" Wir wissen alle, daß auf solche Unstimmigkeiten sofort die Juristen stürzen. Und eine Klagewelle ist unvermeidlich.

Wollen wir das? Oder ist das nicht ein Beispiel wo man einfach zur Kenntnis nehmen muss, daß wir uns an manche Sachen einfach gewöhnen müssen und die Politik hier "Leadership" beweisen muss? Geht es nicht eher darum die Gesellschaft auf Veränderungen vorzubereiten als populistisch unterhalb des Stammtisches in Talkshows 'rumzurennen?

Randbemerkung: ich bin ja kein Jurist aber dieser Gesetztesantrag liest ja irgendwie merkwürdig

D. Finanzielle Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte
   Keine.
E. Sonstige Kosten
     Keine.

hm. also selbst mir fallen sofort jede menge Arbeitslose ein von Firmen die dicht machen müssen.

Psst und Herr Steffen ich weiss, Justizsenator ist kein IT Job aber einen kleiner Tipp wegen Ihrer Bemerkung

Hier erlegt sich das Unternehmen freiwillige Regeln auf, dort sammelt es Daten über private WLAN-Netze, die die Nutzer verschlüsseln, weil sie nicht für die Allgemeinheit bestimmt sind.“

Google sammelt keine Daten die der Nutzer verschlüsselt - nur die Wlan Namen - Die sind nicht verschlüsselt. Vielleicht mal einen VHS kurs "Einrichten eines WLANs" besuchen.

(Foto: paddyis1337)

29.4.10
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Rückrudern an der Alster oder "Upps!! WLAN scannen von Google ist garnicht anmeldepflichtig"

Ich gebe zu: Ich bin zum ersten mal in meinem Leben dem "Spiegel" dankbar. Er ist dem Quatsch mit dem "rechtswidrigen WLAN Scannen" von Google Streetview nachgegangen. "Zurückrudern" kann man das schon nicht mehr nennen was der Hamburger Datenschützer Caspar da macht.

Caspar erklärt: "Wir hatten mit anderen Anbietern, die W-Lan-Hotspots kartografieren, bislang nichts zu tun. Keines der Unternehmen, keine der Forschungsinitiativen hat hier bislang nachgefragt, inwiefern das zulässig ist." Caspar räumt aber ein: "Letztlich sind derartige Projekte auch nicht anzeigepflichtig."

Aha. Die anderen, die es seit Jahren machen, haben den Datenschützer nicht interessiert. Es hat Ihn ja keiner gefragt und es muss ja auch nicht angemeldet werden. Nun macht es Google und es ist rechtswidrig.

Hm. Verstehe ich nicht. Datenschutzpolonaise mit verbundenen Augen. Ein Blinder vorneweg und alle laufen nach.

201004-google-kehrtwende.jpg

(Foto: hikingartist)

28.4.10
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ELENA: Täuschung der Bürger über Datenschutz

Wie zu erwarten war wird auch beim Thema Sicherheit mit falschen Karten gespielt. Hier wird gesagt.

Die Daten in der Zentralen Speicherstelle werden nach der Übermittlung durch den Arbeitgeber sofort geprüft, zweifach verschlüsselt und danach gespeichert. Eine Entschlüsselung ist nur im Rahmen eines konkreten, durch den Teilnehmer (Bürger) legitimierten Abrufs möglich.

Das ist technisch gesehen absolut falsch. Vereinfacht gesprochen ist zur Verschlüsselung ein Schlüssel notwendig der nur der Person bekannt sein darf, die zu Entschlüsselung berechtigt ist. Und in diesem Fall sind das ja wohl Du, Sie und Ich.

Dann frage ich den unbedarften Bürger: Haben Sie den Schlüssel schon und haben sie in an Elena übermittelt? Nein? - Ups!!  Wenn heute verschlüsselt wird (und da ist es egal ob zweifach, dreifach oder zwanzigfach) dann geschieht das mit einem Schlüssel der dem Elenaverfahren bekannt ist und den man Ihnen vielleicht mal in zwei Jahren bei Beginn geben wird. Aber genauso wie Elena im verborgenen beschlossen und gestartet worden ist kann man solche Vorschriften morgen ändern.

Auch ohne Verschlüsselungswissen ist das offensichtlich. Die Daten wären ja verloren wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren.

Also nix mit "geht technisch nicht - ist sicher"

Bitte wiederhohlen Sie: Nur Daten die nicht erhoben wurden sind sicher.

14.4.10
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Frau Aigner, jetzt machen Sie Facebook aber Angst

Das sich Frau Aigner regelmässig das Thema Datenschutz werbewirksam zu nutze macht ohne sich von Details der bestehenden Rechts- und Fakten lage stören zu lassen (siehe Google Streetview hier) oder mal in Ihrem eigenen Hause für korrekte Hinweise zu etracker sorgt, ist wahrscheinlich normal. 

schaumschlaeger.jpgJetzt aber wirft sie Ihre ganze internationale Bekanntheit und Ihren weltweiten Einfluss in die Wagschale um die deutschen Bürger bei Facebook zu schützen.

Sie droht mit dem Entzug Ihrer Mitgliedschaft. (Spiegel Online) Da werden im amerikanischen Palo Alto sogar die Ostereier vor Schreck die Farbe verlieren. Die unglaubliche und von Mexico City bis Wladiwostok bekannte, verehrte und geliebte Frau Aigner wird austreten. Was für ein Verlust für die übriggebliebenen 400 Mio -1 User. Das wird die wirtschaftliche Grundlage gefährden.  Ich hoffe bei Facebook landet die Mail nicht im Spam Filter.

Boah. Ich bin beeindruckt über den persönlichen Einsatz unserer Frau Aigner.

Ach so. Wird es denn vielleicht mal Gesetzesvorschläge zu diesen ganzen Themen geben? Oder bleibt es bei Interviews?


(Foto by: anniemole )

5.4.10
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Die Sache mit den AGB's oder "Warum sollte man misstrauisch bleiben"

Als ich meinen Weblog aufgesetzt habe stand natürlich auch zur Diskussion diesen nicht selber zu betreiben sondern einen Dienst von Wordpress / Google/ you-name-it zu nutzen.

Wahrscheinlich bin ich nicht jung genug aber irgendwie traue ich solchen Sachen nicht. Zum einen ist man nie davor gefeit, daß dieser Service in x Jahren einfach verschwindet. Zum anderen kann man auch nicht sicher sein das die Nutzungsbedingungen sich einfach mal so ändern. Bei einem Blog den ich langfristig anlege ist mir diese Unsicherheit zu hoch. Vor kurzem noch mal bestätigt durch folgende Meldung

Google löscht Musik-Blogs

Die zum Internetkonzern Google gehörenden Blog-Plattform Blogger hat einige populäre Musik-Blogs offenbar nach Beschwerden über angebliche Urheberrechtsverletzungen gelöscht. Die Betreiber der Blogs Pop Tarts Sucks Toasted, Masala, I Rock Cleveland, To Die By Your Side, It's a Rap und Living Ears waren von Blogger informiert worden, ihr Blog sei nach einer weiteren Beschwerde und wiederholten Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht worden.

"Irgendjemand" beschwert sich über einen Blog und der Betreiber muss/darf diesen abschalten. Heute ist es Urheberrecht morgen was anderes.

Oder wie zuletzt geschehen. Google führt einen neuen Dienst ein und auf einmal sind alle meine Email Kontakte nach draussen sichtbar. Oder wie Facebook Anfang letzten Jahres wieder zurückrudern musste. Man hatte versucht sich die Rechte an Bildern von den Benutzern zu sichern. Oder StudiVZ. oder, oder .....

Man kann doch nicht ernsthaft glauben das jemand so eine kostenlose Anwendung einfach mal so bereitstellt ohne ein wirtschaftliches Interesse damit zu verfolgen. Entweder ist es Werbung oder man erwartet mit den Daten Geld zu machen. Oder man fängt mit dem einen an und wenn das nicht mehr klappt wechselt man auf das andere.

Find ich nicht gut. Dann lieber selber wenn ich kann.

19.3.10
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ELENA: Unterstützer für Verfassungsbeschwerde gesucht

Der FoeBud e.V. bietet eine Möglichkeit sich an einer Verfassungsbeschwerde gegen "meine Freundin" ELENA zu beteiligen. Unter diesem Link kann man ein Formular beantragen das ausgefüllt und zurückgesandt werden muss.

Ziel ist es die gesamte Datenbank löschen zu lassen. (FoeBud ist auch der Verein der die  Big Brother Awards organisiert

15.3.10
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Jetzt war die Vorratsdatenspeicherung auch noch sinnlos :-(

Unser lieber Staat ist ja der Meinung das man alle Telekomunikationsdaten speichern muss um vielleicht irgendwann mal feststellen zu können von welchem Anschluss ein Anschlag geplant worden ist. (Vorratsdatenspeicherung). Denn wir sind ja alle potentielle Terroristen.

Das hat sich entgegen landläufiger Meinung auch nicht durch das letzte Urteil aus Karlsruhe geändert.

Gestern habe ich eine etwas ältere Aufzeichnung vom ct' Magazin gesehen und da bin ich ja aus meiner Hängematte gefallen.

Ich kann eine Handykarte registrieren ohne das man meine Identität geprüft hat

Natürlich ist es lustig wenn man einen Dobermann als Händybesitzer anmelden kann.

Aber:

  • 201003-SIM_cards.jpgjemand meldet eine Händy auf Ihren Namen and und macht einen Bombenalarm davon. Den SEK Besuch werden Sie nicht lustig finden.
  • Stalker können unerkannt Ihre Opfer verfolgen
  • Terroristen können unerkannt Ihre Attentate planen.

Es gibt natürlich viele Gründe warum die Billiganbieter / Discouter das nicht in den Griff bekommen. Aber der Skandal ist: Die Kontrollbehörde weiss das und tut nix. Seit 2008 kennt die Bundesnetzagentur diese Sicherheitslücke und hat keinerlei Sanktionen verhängt.

Das heist es werden nur die normalen "doofen" Bürger überwacht. Und den Kriminellen / Terroristen denen das Gesetzt angeblich gelten soll ist Tür und Tor geöffnet. Hier zum nachsehen

Vielleicht nutzt man die Zeit bis zur Neuformulierung des Gesetzes zur Vorratsdatenspeichrung mal mit was sinnvollem und schaft erst mal die Vorraussetzungen damit das was bring.
 

14.3.10
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Bürokratie: Schneller gleich weniger??

Also meine neue Freunding ELENA läst mir keine Ruhe. Gestern beim Laufen kam mir das Logo in den Sinn (Tja beim Laufen gehen die freien Gedanken halt auch mal in die falsche Richtung ;-)) 201003-elenca-claim.png

Hm. verstehe ich nicht. Was heist noch mal Bürokratie

1. Wesentliche Merkmale (nach Weber): Geordnetes System von Regeln auf der Basis einer Satzung; hierarchisch gegliederte unpersönliche Ordnung von Positionen; Abgrenzung von Komponenten und Zuordnung von Funktionen, Verantwortlichkeiten und Befugnissen; Auslese der Funktionsträger nach formalen Qualifikationen; schriftliche Erfassung und Dokumentation aller Vorgänge, Gleichbehandlung der Antragsteller.
Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Bürokratie, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/2769/buerokratie-v7.html

(andere Definition sehen ähnlich aus)

Das heist

weniger Bürokratie = weniger Regeln

Hier wird eine kostspielige fragwürdige Beschleunigung der Regeln als "weniger Bürokratie" verkauft

Meine lieben Leute

weniger <> schneller

weniger = "nicht mehr gleich viel" oder auch "kleiner"

10.3.10
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Frau Aigner - Lesen Sie Ihre Mails?

Also die gute Frau Aigner scheint ja in einem anderen Land zu leben. Heute in der SZ

SZ: Was ist so schlimm daran, einen Straßenzug im Internet abzubilden?

Aigner: Es ist ein Unterschied, ob ein Foto in einem privaten Album klebt oder im weltweiten Netz jederzeit und von jedem eingesehen werden kann. Wir erleben eine völlig neue Dimension der globalen Digitalisierung. Banken könnten die Bilder nutzen, um die Kreditwürdigkeit eines Kunden einzuschätzen. Auch zum Ausspionieren lukrativer Einbruchsobjekte eignen sich die Bilder. Manchen ist das egal, aber eben nicht allen. Es gibt viel Widerspruch - und darauf müssen Unternehmen wie Google oder Microsoft Rücksicht nehmen.

und weiter

SZ: Wie soll das aussehen?

Aigner: Google muss die zahlreichen Widersprüche von Bürgern respektieren und die betreffenden Hausfassaden und Gärten sowie alle Hausnummern, Autokennzeichen und Gesichter unkenntlich machen. Grundsätzlich gilt: Die Verbraucher brauchen Kontrolle über ihre persönlichen Daten. Die Unternehmen müssen allen Nutzern Einblick gewähren, welche personenbezogene Daten gespeichert sind und was damit geschieht. Es muss möglich sein, private Daten auf Wunsch wieder löschen zu lassen

Warum muss Google das tuen aber "Bilderbuch Köln" nicht?

Ich verstehe ja das man als Ministerin seine Mails nicht persönlich liest aber man sollte doch Mitarbeiter haben die einen vor Fettnäpfen warnen.

Und warum macht sich eine Süddeutsche Zeitung so zum Handlanger von Propaganda. Zitat SZ

Kann zum Ausspionieren lukrativer Einbruchsobjekte dienen: Ilse Aigner will die Deutschen vor dem Internetdienst Google Street View schützen.

Also "investigativ" ist das nicht ;-)

1.3.10
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Google Streetview ist in Köln schon Realität und gerichtlich zugelassen.

Hm. Was sich unsere Frau Aigner wohl dabei denken würde. Unter “Bilderbuch Köln” Kann man virtuell durch die Stadtkarte gehen und sich Bilder der Häuser ansehen. Dabei geben sich die Fotografen auch keinerlei Mühe die Autonummernschilder zu anonymisieren.

201002-koelner-bilder.png

Kommentare mit Hinblick auf Privatsphäre werden mit Hinblick auf die “Panoramafreiheit abgewiesen. Interessant.

Hier kann man die Frage an Frau Aigner untersützen. Und dann fand ich grad noch das hier: Die Klage einer Eigentümerin gegen dieses Angebot wurde abgewiesen. Was ist jetzt noch der Unterschied zu Google Streetview?

28.2.10
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Upps: Frau Aigner - Ihr Ministerium hat eine unzureichende Datenschutzerklärung

Jetzt war ich doch mal neugierig was die gute Frau Aigner auf Ihrer Web Seite macht. Schaut man sich den Quellcode an sieht man

<a  class="etrackerlink" target="_blank" href="http://etracker.zadi.de/soverview.php?c=1&amp;et=k3K">  
<img border="0" alt="" src="http://etracker.zadi.de/cnt.php?et=k3K&amp;java=n&amp;et_easy=0&amp;et_pagename=Verbraucherschutz+und+Informationsrechte+310762&amp;et_areas=/Verbraucherschutz+und+Informationsrechte&amp;et_ilevel=0&amp;et_target=,,,1&amp;et_lpage=&amp;et_trig=&amp;et_se=0&amp;et_cust=0&amp;et_basket="/></a>  
 </noscript><!-- etracker CODE END -->

dabei scheint es sich um eine etracker® web controlling enterprise basic Installation zu handeln die auf einem Server der “Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung” läuft. Wenn man jetzt diesen Dienst aufruft kann man hier lesen:

A. Empfohlene Formulierung für etracker Kunden
Folgende oder eine ähnliche Formulierung empfehlen wir zur Verwendung auf Websites, die etracker Technologie einsetzen. Sie gilt auch für diese Website. ‘Auf dieser Website werden durch Technologien der etracker GmbH (www.etracker.de) Daten in anonymisierter Form zu Marketing- und Optimierungszwecken gesammelt und gespeichert. Aus diesen Daten werden unter einem Pseudonym Nutzungsprofile erstellt. Hierzu können Cookies eingesetzt werden, die allerdings Daten ausschließlich in pseudonymer Form sammeln und speichern. Die Daten werden nicht dazu benutzt, den Besucher dieser Website persönlich zu identifizieren und werden nicht mit Daten über den Träger des Pseudonyms zusammengeführt. Der Datensammlung und -speicherung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprochen werden.

etracker scheint eine Analysesoftware zu sein die als zulässig angesehen wird. Trotzdem ist man der allgemeinen Auffassung das man darauf hinweisen sollte.

Das heißt der Hersteller der Software rät seinen Kunden zu einer solchen Formulierung auf der Website. In der Regel sollte man dies in der Datenschutzerklärung finden. Hm. steht nix. Zur Sicherheit habe ich dann noch die Volltextsuche bemüht und nach “etracker” gesucht. Auch nix. Mal sehen was die gute Dame zu meiner Anfrage sagt. Bitte hier abstimmen

201002-aigner-datenschutz.png

23.2.10
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Liebe Frau Aigner: Thema verfehlt. Sechs setzen

Frau Aigner heute

Dem Internet-Giganten Google fehlt nach Einschätzung von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der Respekt vor privaten Daten seiner Nutzer. Den neuen Dienst Google Buzz nannte die Ministerin “einen massiven Eingriff in die Privatsphäre”.

Liebe Frau Aigner,

Wer seine Daten einem Dienst wie Google anvertraut muss damit rechnen das so was passiert. Aber bevor Sie sich über Google und den Datenschutz für einen unbekannten kleinen Teil der deutschen Bevölkerung einfordern, bitte erstmal vor der eigenen Haustür kehren. Der deutschen Verwaltung fehlt nämlich der Respekt vor den Daten aller deutschen Arbeitnehmern. Und dagegen kann sich keiner entziehen. Hier ist Handlungsbedarf.

20.2.10
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ELENA: Datenschutz wegen Unfähigkeit ausgesetzt

Ich habe meine Meinung zu diesem neuen System ja schon mal in einem Beitrag geäussert. Bei der weiteren Recherche ist mir noch ein _kleines_ Detail aufgefallen.

Ich möchte es mal etwas provokativ zusammenfassen

Wenn der Datenschutz stört wird er einfach ausgesetzt.

Eins der wesentlichen Element des Datenschutzes in Deutschland ist das Recht auf Selbstauskunft

_ § 19 BDSG - Auskunft an den Betroffenen_

 _1) Dem Betroffenen ist auf Antrag Auskunft zu erteilen über_
 _1\. die zu seiner Person gespeicherten Daten, auch soweit sie sich auf die Herkunft dieser Daten beziehen,_
 [...] <span class="imgcenter">![201002-elena-krake.gif](/images/2010/201002-elena-krake.gif) </span> 

Ich habe also das Recht zu erfahren welche Daten über mich gespeichert sind. Tja - und da ist das Problem. Vor 2012 wird das nix. Aber was sollss - wenn der Datenschutz bei Projekten stört dann setzen wir ihn einfach aus. Wahrscheinlich müsste jeder andere erst mal sicherstellen, das die Gesetzte erfüllt werden bevor er anfängt Daten zu speichern.

Es ist halt einfacher sich über Google und Streetview aufzuregen als durchzusetzen das so ein Projekt der Bundesregierung gesetzeskonform abläuft.

Und dann dürfen wir 2012 alle auf einmal erfahren was gespeichert ist und Korrekturen anfordern?

In der EDV nennt man das “Big Bang” und funktioniert so gut wie nie.

(und ob das mit dieser Karte wirklich in 2 Jahren gehen kann??)

20.2.10
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ELENA: Eine neue Datenkrake.

Die Beschreibung von ELENA hört sich ja toll an:201002-elena-krake.gif

Was ist ELENA?

Das Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises (ELENA Verfahrensgesetz) ist ein wichtiger Meilenstein zum Abbau bestehender Bürokratie, aber auch ein Signal für mehr Innovation. Rund drei Millionen Arbeitgeber stellen Jahr für Jahr etwa 60 Millionen Bescheinigungen in Papierform aus. Diese Nachweise benötigen ihre Beschäftigten, um gegenüber öffentlichen Stellen die Voraussetzungen für den Bezug einer bestimmten Leistung nachweisen zu können. So ermittelt beispielsweise die Arbeitsverwaltung auf der Grundlage der vom Arbeitgeber ausgestellten Arbeitsbescheinigung den Anspruch auf
Arbeitslosengeld. Zwischen der elektronischen Personalverwaltung des Arbeitgebers und der elektronischen Sachbearbeitung in den Behörden klafft eine Lücke, die weiterhin durch den traditionellen Informationsträger Papier überbrückt wird. Dieser Medienbruch wird durch das ELENA-Verfahren beseitigt

Was ich nicht verstehe ist: Warum wir dazu alle Gehaltsdaten schon mal vorab übertragen und beim Staat speichern müssen? Nur mal so. Für den Fall das man vielleicht irgendwann mal Leistungen beantragt?

Wenn es nur darum ginge diesen Medienbruch zu beseitigen, müsste das Verfahren so angelegt werden, daß die Daten übertragen werden wenn ich den Antrag stelle. Nicht aber nicht schon vorher.

Es glaubt doch keiner das Daten die einmal erfast worden sind, nicht auch genutzt werden. Es ist doch schon vielfach geschehen das man eine Datensammlung eingeführt hat und später die Auswertung auf andere Bereiche erweitert hat. (Siehe zum Beispiel Autobahmautsystem und Verkehrsüberwachung) Als nächsten sehe ich schon den Gehaltsdaten / Kontodatenabgleich.

Der einzige und effektiveste Datenschutz ist das "Nicht Speichern". Die Forderung muss lauten:

- Erst übermitteln wenn notwendig. Keine Vorratsdatenspeicherung

17.2.10
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Google Analytics und der Datenschutz auf vielen deutschen WebSites

Google Analytics ist ein (noch) kostenloses Werkzeug zur Analyse und Optimierung des Zugriffs auf Webseiten. Aus meiner  Sicht ein weiterer Baustein in der Datensammelleidenschaft dieses Konzerns. Über den zugegebener Massen sehr erfolgreichen Suchdienst sammelt dieser Konzern jetzt auch noch das Surfverhalten der Nutzer auf den Webseiten selbst ein.

Es wird Ihre Adresse, die Verweildauer, Ihre Herkunft und Ihre  Aktivitäten auf der Website gespeichert. So weiß Google nicht nur das Sie nach bestimmten Begriffen gesucht haben. Nein - Google weiß danach auch noch was Sie wie lange auf einer Webseite gelesen haben. Und mit der IP Addresse ist das genau an Ihre Person verknüpfbar.

Es ist ja okay wenn Ich als Person entscheide, daß ich den Google Suchdienst nutze. Was ich aber überhaupt nicht OK finde ist das Webseiten oder Shopbetreiber mein Surfverhalten ungefragt an Google weiterleiten.

Das die eine oder andere kommerzielle Organisation das macht, naja das war zu erwarten. Das aber jetzt "Hinz und Kunz" das auf jeder belieben Website macht und in keinster Form den Begriff Datenschutz im Blickfeld hat - das stimmt mich nachdenklich.

Dabei gibt es Opensource Programme die es einem erlauben die zweifelsohne wichtigen Daten über die Nutzung der eigenen Webseite selber zu sammeln (z.B. Piwik) Sind natürlich nicht so schön aber erfüllen den Zweck auch. (Wird auch hier genutzt)

Wie kann man feststellen ob Google Analytics benutzt wird:

1. Links unten im Webbrowser taucht dann ganz kurz auf "google-analytics" auf

2. Unter "View - Page Source" kann man mal im ganzen html nach "google-analytics.com" suchen

Nicht nur, daß sie dabei meine Privatsphäre mißachten - Sie missachten auch noch die Nutzungsbedingungen von Google Analytics. Dort kann man eindeutig lesen:

Sie sind ferner verpflichtet, an prominenten Stellen Ihrer Websites eine sachgerechte Datenschutzpolicy zu dokumentieren (und sich an diese zu halten). Auch werden Sie alle zumutbaren Anstrengungen unternehmen, die Aufmerksamkeit der Nutzer Ihrer Website auf eine Erklärung zu lenken, die in allen wesentlichen Teilen wie folgt lautet:

„Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. ....

Das heist, es muss auf der Webseite gut sichtbar stehen das man das Werkzeug benutzt.

Ich werde mal regelmäßig solche Webseiten anschreiben und Sie fragen warum Sie das so machen. Mal sehen was passiert

28.1.10
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